Die US-amerikanische Lieferplattform Doordash will den Lebensmittel-Lieferdienst Instacart für rund 17 Milliarden US-Dollar übernehmen. Damit könnte auch im Retail-Media-Geschäft ein neuer Großanbieter entstehen.
Die Unternehmen gaben den Deal am 29. Oktober bekannt. Doordash bewertet Instacart mit 65 US-Dollar je Aktie, 26 Prozent über dem Schlusskurs vom 22. Oktober. Der Verwaltungsrat von Instacart hat zugestimmt, Aktionäre und Behörden müssen noch grünes Licht geben.
Der Kauf zielt vor allem auf Lebensmittellieferungen und E-Commerce. Er betrifft aber auch den wachsenden Retail-Media-Markt.
Neue Werbeplattformen für Lebensmittelhändler
Händler sollen künftig das Liefernetz von Doordash und die Handelstechnologie von Instacart nutzen. Hinzu kommen die Werbe- und AI-Tools beider Unternehmen.
Instacart bietet zudem Technologie für händlereigene Websites und Retail-Media-Netzwerke. Laut den Unternehmen könnten so mehr Lebensmittelhändler eigene Werbeplattformen aufbauen. Zusätzliche Einnahmen sollen von Marken kommen, die Käufer erreichen wollen.
Werbetreibende erhielten Zugriff auf mehr Online-Shopping-Angebote. Das könnte den Wettbewerb im Retail-Media-Markt stärken.
Instacart arbeitet derzeit mit mehr als 2.200 Handelsketten zusammen, die fast 100.000 Geschäfte betreiben. Über Doordash kämen für Instacart-Kunden mehr als 50.000 weitere Geschäfte hinzu.
Doordash will Marke, App und Enterprise-Technologie von Instacart weiterführen. Bis zum Abschluss arbeiten beide Unternehmen unabhängig voneinander. Der Deal soll Ende 2027 oder im ersten Halbjahr 2028 abgeschlossen sein. Geprüft wird er unter anderem in den USA, Kanada und Israel.

