Die Branche boomt

Digitale Außenwerbung befindet sich auf Wachstumskurs, doch sind alle Hindernisse aus dem Weg geräumt

Digital out of Home (DooH) ist angekommen – und das nicht als medialer Hype, sondern real, bewegt und in rund 90 000facher Ausführung allein in Deutschland. Österreich folgt mit weitem Abstand und knapp 12 000 installierten Bildflächen. Die Schweiz bildet das Schlusslicht im deutschsprachigen Markt mit fast 9 000 Bildflächen. Dabei ist die Reihenfolge direkt den Größenverhältnissen der drei Nachbarn geschuldet.

Zusammen ergibt dies mehr als 110 000 Bildflächen. Nicht enthalten sind auf DVD-Zuspielern basierte Systeme und Netzwerke, die nicht frei vermarktet werden und nur einem sehr eingeschränkten Kundenkreis zugänglich sind, wie zum Beispiel das Postbank-Netzwerk in Deutschland.

Trotz dieser enormen Menge an Displays, Projektionsflächen und Videowänden, gibt es bislang nur einen Anbieter, der sich erfolgreich und nachhaltig bei den Agenturen beziehungsweise bei den Spezialmittlern behaupten konnte: Infoscreen. Dies gilt sowohl für die deutsche Ströer Infoscreen als auch dessen Namensvetter aus Österreich. Dank langer Aufbau- und Marketingarbeit ist aus Infoscreen das zurzeit erfolgreichste DooH-Medium geworden. Doch wider Erwarten gibt es keinen Neid von den Wettbewerbern. Die große Mehrheit der Marktteilnehmer ist sich einig, dass Infoscreen den Weg für das Medium und damit alle anderen Marktteilnehmer bereitet hat. Nicht zuletzt mit der Einführung des Outdoor Channels, der gerade bundesweit in den 200 größten deutschen Bahnhöfen installiert wird. In der Schweiz wurde gerade ein ähnliches Netzwerk von der JC Decaux-Beteiligung Affichage (APG) installiert. Das ePanel genannte Netz von 43 großformatigen Displays deckt die sechs größten Bahnhöfe der Schweiz ab. In Österreich installiert die Digital Display Media Group im Auftrag der ÖBB Videowalls in den Bahnhofshallen, zusätzlich gibt es noch Digilights, vergleichbar mit dem Outdoor Channel, in rund 40 Bahnhöfen.

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