Einkaufszentren: In Shoppinglaune

Das Einkaufszentrum ist einer der beliebtesten Orte für Digital Signage. Kein Wunder, die Netze versprechen Aufmerksamkeit und Werbeeinnahmen.

Videowalls_ShoppingmallsMan könnte meinen, Einkaufszentren seien eine Erfindung der Neuzeit. Doch die Idee, unabhängig vom Wetter Waren präsentieren und einkaufen zu können, ist älter. Bereits kurz nach Beginn der Zeitrechnung ließ der römische Kaiser Trajan Gebäude errichten, in denen kleine Ladenlokale untergebracht waren. In Deutschland eröffnete 1964 mit dem Main-Taunus-Zentrum das erste moderne Einkaufscenter. Heute können wir bundesweit 444-mal, auf insgesamt fast 14 Millionen Quadratmetern regen-, schnee- und hitzeunabhängig shoppen gehen – viel Potenzial für Digital Signage. Die Möglichkeit, auf digitalen Anzeigen zu werben und die Gäste zu unterhalten, nutzt aber bisher nur ein Bruchteil der Mall-Betreiber.

Dabei bieten Einkaufzentren beste Voraussetzungen für erfolgreiches Digital Signage. Der Vorteil aus organisatorischer Sicht: Es gibt nur einen Betreiber in jedem Center, man muss nicht jeden Händler einzeln vom DS-Netz überzeugen. Ihm steht ein gewisses Budget für Marketing zur Verfügung, über das er entscheiden kann. Hinzu kommen die werbepsychologischen Vorteile: Nirgendwo anders werden so viele Kaufentscheidungen auf so kleiner Fläche getroffen; und gleichzeitig wird nirgendwo anders so viel Zeit mit Einkaufen verbracht.

Dennoch haben es Bildschirme in einer Mall schwer. Denn dort sind sie nicht die einzigen, die sich Aufmerksamkeit wünschen. Auch die bunt geschmückten Schaufenster, Plakate, Sonderflächen und mehr wollen die Blicke der Passanten auf sich ziehen. Menschenmassen, schreiende Kinder und Hintergrundmusik schöpfen zusätzliche Aufmerksamkeitskapazität ab. Deshalb muss die digitale Werbung groß, in Blickrichtung platziert, lesbar und auffällig sein. Sonst verpufft ihr Potenzial.

Mit OC Mall betreibt Ströer Digital das größte Digital Signage-Netz in Einkaufszentren. Bis der Außenwerber es vergangenen Herbst übernahm, gehörte es zum Einkaufzentrum-Betreiber ECE, beziehungsweise dessen Tochter ECE flatmedia. OC Mall umfasst zurzeit 59 Einkaufszentren mit 1.067 abgependelten Screens, die einen Werbe-Entertainment-Mix zeigen. In diesem Jahr kamen 139 Stelen hinzu.

Mit Westpoint Media wächst ein weiterer Vermarkter mit eigenem Shopping Center-Netz heran. Zu diesem gehören sieben Einkaufszentren, darunter das Centro Oberhausen, mit 100 hochformatigen Bildschirmen, die ausschließlich Werbespots zeigen. Dank eines Rahmenvertrags mit dem internationalen Mall-Betreiber Sonaesierra werde Westpoint Media alle künftig gebauten und erworbenen deutschen Sonaesierra-Zentren mit Bildschirmen ausstatten.

Das Konzept von Adversign Media unterscheidet sich von den beiden anderen: Die Düsseldorfer haben bis heute acht Malls mit DS ausgestattet, darunter das Forum Mülheim und die Schloss Arkaden Heidenheim. Die Installationen sind auf die Wünsche der jeweiligen Besitzer zugeschnitten, die sich häufig Videowände und Display-Banderolen wünschen. Die Werbezeiten würden hauptsächlich von den Einzelhändlern im Zentrum belegt. Neben diesen drei gibt es, zum Beispiel mit Telekom Out of Home Media, noch weitere Netzbetreiber. Gleichzeitig ist bei insgesamt 444 Einkaufszentren das Angebot für weitere Installationen groß. Bitte zugreifen!

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