Sport und Mode

Schmal und sexy – Oakley Flagship in New York

- Was tun, wenn für den neuen Flagship Store an der 5th Avenue nur ein schmales Ladenlokal in Frage kommt? – Regale an die Seite, klar. Aber die gewünschte außergewöhnliche Video Wall? – Die Sport- und Lifestyle-Marke Oakley ließ sich auf eine außergewöhnliche Deckenkonstruktion ein. von Thomas Kletschke

Blick in den Oakley Flagship (Foto: Moment Factory)

Blick in den Oakley Flagship (Foto: Moment Factory)

Der neue Oakley Flagship in New York wurde im Mai 2014 eröffnet. Bei der Planung des Shop-Konzepts musste berücksichtigt werden, dass der für Verkauf und Präsentation zur Verfügung stehende Platz sinnvoll genutzt werden kann.

Dabei wollte sich Oakley – im Jahr 1975 mit lediglich 300 US-Dollar Startkapital in einer kalifornischen Garage gegründet – auch am Motto von Firmengründer Jim Jannard orientieren: „Everything in this world can and will be made better.“

Jim Jannard gründete übrigens 30 Jahre nach Oakley die Firma RED Digital Cinema, die seitdem mit ihren 4K und 6K-Kameras in der Broadcast-Welt, Filmindustrie und verwandten Bereichen wohlgelitten ist – und seit kurzem auch mit Digital Signage-Spezialist BrightSign und anderen kooperiert, wenn es um die künftige Live-Verteilung von 4K Content geht.

Von der Planung bis zum fertigen Store - Oakley Flagship N.Y. (Fotos: Moment Factory; Montage: invidis)

Von der Planung bis zum fertigen Store – Oakley Flagship N.Y. (Fotos: Moment Factory; Montage: invidis)

Und Oakley? – Aus der Garagen-Company von einst hat sich ein weltweit bekanntes Brand für Sportswear und vor allem Skibrillen entwickelt. Kaum ein Snowboarder, der ohne Oakley auskommt. Seit 2007 gehört Oakley zur italienischen Luxottica Group, die gute 2,1 Milliarden Dollar in bar für die Marke zahlte, die neben authentischem Style auch über ein Portfolio von 600 Patenten rund um Optik und Werkstoffe verfügt.

Entsprechend sollte der neue Flagship in New York die DNA von Oakley widerspiegeln. Standort des neuen Marken-Stores ist die 5th Avenue, Nr. 560. Insgesamt stehen dort auf drei Etagen rund 632 m² an Gesamtfläche zur Verfügung. Die reine Retail-Fläcche verteilt sich auf gut 195 m².

Irgendwie klar, dass der Dienstleister für diesen Job mindestens so cool wie der Auftraggeber sein sollte. Die Wahl fiel auf Moment Factory, die bereits zuvor bei einem Launch Event für Oakley im Einsatz waren (siehe eingebettetes Video 2: Disruptive by Design) – und zuletzt im ersten Quartal diesen Jahres auf der SnowSports Industries America Show (SIA) in Denver eine Video Wall für die Präsentation des neuen Oakley-Modells „Prizm“ konzipiert haben.

Anhand des aktuellen Projekts aus dem Januar 2015 sieht man, dass MF das „Alles ist machbar“-Mantra des Kunden auch umsetzen können: Für die 32er Video Wall konnte der Display-Hersteller lediglich 27 Displays in den benötigten 24″ liefern. Also mussten noch fünf jeweils 23″ messende Screens her – und die ganze Installation wurde eben mehr auf asynchron gebürstet. Dem Ergebnis sieht man keineswegs an, dass ein wenig getrickst werden musste (siehe Foto unten links).

So entstand die Oakley Video Wall für die SIA 2015 in Denver (Fotos: Moment Factory; Montage: invidis)

So entstand die Oakley Video Wall für die SIA 2015 in Denver (Fotos: Moment Factory; Montage: invidis)

Wer ist Moment Factory? – MF ist eine New Media-Agentur mit Sitz in Montreal und Los Angeles. Bereits 2001 gegründet sind die Kreativen für diverse Kunden weltweit aktiv. So unterschiedliche Kunden wie Madonna, Microsoft oder die NFL wurden mit temporären oder dauerhaft angelegten Installationen versorgt. Das etwa 110 Mann starke Team konzipiert Projete, in denen LED Signage, Projection Mapping oder Digital Signage eingesetzt werden.

Auch Umsetzung und Integration gehören zum Leistungsspektrum. Beim Oakley Flagship in New York waren Fulkra und SITU Fabrication mit im Boot, beides Integratoren aus Los Angeles.

Für die Video Wall entschied man sich, die Deckenhängung wie bei einer Jalousie aufzufächern. So entsteht ein dreidimensionaler Eindruck, der durch die Art, wie der Content ausgespielt wird, verstärkt wird. Verbaut wurden insgesamt 27 LCD-Screens. Jeweils drei der mit dünnen Bezels versehenen Displays hängen (landscape) nebeneinander, insgesamt neun der Dreier-Reihen bilden die gesamte Video Wall.

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