DooH Kampagne

Stephen Fry sucht via DooH nach vermissten Kindern

- In Großbritannien ist eine Kampagne zur Suche nach vermissten Kindern gestartet, bei der Digital-out-of-Home Medien eine tragende Rolle spielen. Neben Testimonial Stephen Fry sind namhafte Technologiefirmen aus den Bereichen DooH und IT mit im Boot. von Thomas Kletschke

Suche nach vermissten Kindern - aktuelle DooH Kampagne in UK (Foto: JCDeaux)

Suche nach vermissten Kindern – aktuelle DooH Kampagne in UK (Foto: JCDeaux)

Der Child Rescue Alert – eine gemeinsam von der Organisation Missing People und der britischen Regierungsbehörde National Crime Agency (NCA) initiierte Kampagne zur Suche nach vermissten Minderjährigen – hat eine zweiwöchige dynamische DooH Kampagne gestartet, bei der britische Autor, Schauspieler und Comedian als Testimonial dient.

Dabei werden Digital-out-of-Home Screens in ganz Großbritannien genutzt – etwa im Netzwerk von JCDecaux UK. Unterstützt wird Child Rescue Alert auch von diversen Technologiekonzernen wie Twitter, Google und Facebook.

Mit im Boot ist auch die Ad Serving Plattform OpenLoop, deren Technologie eingesetzt wird, sowie die für ihre dynamische DooH Kampagnen bekannten Kreativen von Grand Visual und die Out-of-Home Experten von Outsmart.

Als optischer Hingucker dient eine Comic-Version des realen Stephen Fry – im Hintergrund werden Real Time Data und Real Time Audience Informationen genutzt.

Innerhalb der ersten vier Tage konnte die Kampagne bereits 20.000 Unterstützer finden, die sich über eine einfache SMS anmelden konnten. Sie sollen dann lokal vor Ort nach aktuell vermissten Kindern uns Jugendlichen mit suchen helfen.

Neben anderen DooH Netzen wird das JCDecaux Transvision Netzwerk an britischen Bahnhöfen genutzt. Auch der Außenwerbekonzern zählt zu den Sponsoren und Unterstützern der Kampagne, zu denen auch Royal Mail und die Press Association gehören. Die Kampagne läuft vom 18. Februar bis 28. Februar 2016.

Ein Blick in unser Archiv zeigt, dass Deutschland – im Gegensatz zu Nachbarländern wie Österreich – bei einer einheitlichen Suche via DooH nicht soweit ist. Grund sind die hierzulande quasi örtlich komplett unterschiedlichen datenschutz- und persönlichkeitsrechtlichen Bewertungen bei der Suche nach sogenannten abgängigen Personen, wie invidis Recherchen im Mai 2015 ergaben.

Medienberichte der vergangenen Wochen zeigten, dass im Zuge der Flüchtlingsbewegungen bis zu 5.000 minderjährige Flüchtlinge verschwunden sein könnten. Diese Zahlen stammen einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung von Anfang Februar 2016 zufolge vom Bundeskriminalamt (BKA) – eine Schätzung, die das Bundesfamilienministerium ohne Angabe einer eigenen Schätzung gegenüber Zeit Online als zu hoch bezeichnete.

Ermittlern zufolge tauchtdas Gros vermisster Personen – unabhängig von Geschlecht, Alter und anderen Parametern – zumeist wieder auf. Experten halten eine schnelle Suche, die über digitale Massenmedien läuft, seit jeher für ein effektives Hilfsmittel.

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