DooH

P7S1 strebt mit neuer Tochter 7Screen 20% Marktanteil an

- Amsterdam | Seit Herbst 2015 ist der Markteinstieg von Pro Sieben in den DooH-Markt bekannt. Basierend auf den Tank&Rast / Cittadino Netzen baut der Münchner TV-Konzern einen neuen großen Marktplayer auf. Nun sind weitere Details bekannt geworden, wie die W&V in der aktuellen Ausgabe 6/2016 berichtet. von Peter Beck

Pro Sieben Sat 1 Media in Unterföhring (Foto: P7S1)

Pro Sieben Sat 1 Media in Unterföhring (Foto: P7S1)

Geleitet wird die neue DooH-Tochter 7Screen von Eva Adelsgruber (CEO) und Jan Schwark (COO). Seit Januar vermarktet die P7S1-Tochter nun die Netze von Cittadino (Flughäfen außer Frankfurt, Rewe Rhein-Main sowie Lotto Südwest/Mitte), von Tank & Rast (neue Outdoor LED Travelboards) sowie nicht-exklusiv tausende weitere digital Flächen anderer Netzwerkbetreiber. Laut W&V wird das vermarktbare Gesamtnetzwerk 11.000 Displays umfassen.

Wobei die Unterföhringer mit dem Kernnetz (Cittadino/Tank&Rast) einiges vorhaben. Denn neben Werbung sollen auch Pro Sieben Inhalte den DooH-Content redaktionell erweitern. Also analog zu Ströer setzt man auf eine Mischkonzept und nicht wie Decaux ausschließlich auf Werbung. Die W&V zitiert Damian Rodgett (Pilot Screenmedia), der den Medienhaus-Ansatz bei 7Screen als großen Vorteil sieht.

Aber insbesondere auch Ströer hat sich in den vergangenen Monaten im Bereich Content verstärkt. Mit T-Online, Giga, Erdbeerlounge etc stehen viele originäre Contentlieferanten im Ströer Konzernportfolio. Auch wenn diese in der Spitze nicht mit Pro Siebens Top Model u.a. Inhalten messen kann, liegt die Stärke bei Ströer in der Breite des Content-Angebots.

Der Markteinstieg von 7Screen bietet großes Potential für eine weitere Professionalisierung von DooH / Public Video in Deutschland. Das tut Gut.

Eigentlich handelt es beim Einstieg von Pro Sieben in den DooH-Markt um einen Wiedereinstieg. Denn bereits vor mehr als 10 Jahren investierte man an der Medienallee in Unterföhring in DooH. Unter dem Namen E.Max baute die damalige Tochter CM Community Media ein werbefinanziertes Netzwerk in Diskotheken, Fitnesscenter, Restaurants Damals dabei war der heutige Seen Media Mitgeschäftsführer Stefan Knoke. Der Markt war einfach noch nicht reif und so blieb der kommerzielle Erfolg aus. Das Unternehmen wurde an das Management verkauft – das bis heute dem Geschäftsführer Stefan Knoke gehört. Wenn auch nicht mehr operativ tätig ist CM sicherlich eine der Pioniere in der Digital Signage / DooH Industrie.

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