Interactive Digital Signage

Neue Interactive Airport Desks am Flughafen Frankfurt

- Am drittgrößten europäischen Airport werden verschiedene Bereiche wie Retail und Airportwerbung ebenso modernisiert, wie die Servicefunktionen für die Reisenden. Nun setzt Betreiber Fraport auch auf interaktive Touch Systeme mit Real Time Daten. von Thomas Kletschke

Eingebettet in die neue Omnichannel Strategie - neues Interactive Airport Desk im Einsatz (Foto: Fraport AG)

Eingebettet in die neue Omnichannel Strategie – neues Interactive Airport Desk im Einsatz (Foto: Fraport AG)

Wie wir heute an dieser Stelle in den invidis News berichten, hat der Airport in Frankfurt die erste Meile auf dem Weg zum Omnichannel Retail Service am Airport geschafft. Doch auch in anderen Bereichen wurde in der jüngsten Vergangenheit investiert. Im Bereich Interactive Digital Signage setzt der Flughafenbetreiber Fraport nun ebenfalls eine neue Lösung ein, die zur neuen Omnichannel Strategie passt.

Dienstleister Cosalux aus Offenbach konzipierte, entwickelte und realisierte das neue Interactive Airport Desk (I-AID), das seit September 2015 im Terminal 1 im Fluggastbereich Z hinter der Sicherheitskontrolle im Non-Schengen-Bereich installiert wurde. Derzeit handelt es sich um einen Piloten – im Endausbau soll eine zweistellige Anzahl von I-ADs installiert werden.

Reisende am Airport Frankfurt (Foto: Pyramid Computer)

Reisende am Airport Frankfurt (Foto: Pyramid Computer)

Passagiere erhalten am I-AID umfassende Reiseinformationen und können die integrierte Indoor Navigation nutzen. Dynamische Wegführung, Übersichtspläne und die Lage aller Gastronomiebetriebe und Shops am Flughafen. Das Interactive Airport Desk ruft dazu Echtzeit-Informationen zu Wartezeiten sowie Shopping-, Gastronomie- und Serviceangeboten entlang der gewählten Route ab.

Insgesamt nutzt das Desk sechs Leitdatenbanken, die untereinander ihre gesammelten Passagierinformationen verknüpfen und auswerten. So werden Reiseinformationen des Passagiers angezeigt, die durch Restzeit/Wartezeit, Reisenden Ziel und erwartetes Kaufverhalten determiniert werden.

Das ganze System ist darauf ausgelegt, im Betrieb von den gesammelten Daten zu lernen und das Angebot in weiteren Stufen zu verfeinern sowie die bestehenden Kundendaten mit weiteren verschiedenen Informationen zu ergänzen. Die verwendete Hardware besteht aus einem leistungsstarken Polytouch Touch Modul mit 46″ Screen und einer Scanner-Einheit zum Scannen der Bordkarte, die von Polytouch-Hersteller Pyramid Computer stammen.

Das Desk-Design wurde so gewählt, dass sich das System in die Umgebung des Fluggastbereichs Z optisch gut einfügt. Das I-AD soll für viele Jahre unbeschädigt genutzt werden können – deshalb setzt man auf einen Edelstahl-Korpus mit stoßfester Einbrenn-Lackierung.

Reisende können durch Einscannen ihres Papertickets – oder des QR Codes ihres mobilen Tickets – am dem System Änderungen der Reiseroute, Flugverspätungen und Gate-Änderungen abrufen, um dann direkt zu ihrem Abfluggate geleitet zu werden. Dabei wird der Nutzer automatisch durch eine Spracherkennung in seiner präferierten Sprache angesprochen. Für Europas nach Passagierzahlen drittgrößten Airport – regelmäßig durch den Airports Council International (ACI) erhoben – ein weiterer Standortvorteil.

Neues interaktives System I-AD am Flughafen Frankfurt (Foto: Pyramid Computer)

Neues interaktives System I-AD am Flughafen Frankfurt (Foto: Pyramid Computer)

Auch für Werbuntreibende und die Retailer und Gastronomen am Flughafen Frankfurt ist das interaktive System interessant: Passagiere können durch Eingabe von Suchbegriffen bequem die nächste Kaffeebar, den nächsten Shop für Herrenbekleidung oder den nächstgelegenen asiatischen Imbiss suchen.

Für die umfangreichen Funktionen wird Software vom Indoor Navigation Spezialisten Infsoft genutzt. Diese baut auf einer bestehenden digitalisierten 2D / 3D Karte des Airports auf, die Infsoft zuvor für Fraport entwickelt hatte, um die etwa 1 Million m² große Fläche mit etwa 1.000 Points of Interest und 30 km langen Gängen zu visualisieren.

Derzeit arbeitet Cosalux an einer Schnittstelle zu einer App, mit der Coupons und andere Services genutzt werden können. Für die Airportwerbung bedeutet das neue System, das Kundengruppen nach Merkmalen wie Alter und Geschlecht vor-sortiert werden können.

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