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Ströer – Umsatz und Gewinn steigen deutlich

- Nach dem sehr guten ersten Quartal kann Ströer auch für das erste Halbjahr 2016 sehr gute Zahlen vorweisen: Organisches Wachstum von 8,7% sowie ein durch den Kauf von T-Online getragenen Umsatz Boost von 38%. Das Geschäftsfeld Digital wuchs organisch um 10%. von Thomas Kletschke

Ströer Zentrale in Köln (Foto: Ströer)

Ströer Zentrale in Köln (Foto: Ströer)

Jetzt hat Ströer seine Zahlen für die ersten sechs Monate des Jahres 2016 bekanntgegeben. Sie zeigen, dass die Ergebnisse des ersten Quartals – das das bislang beste seit Börsengang ist – im Wesentlichen fortgeschrieben werden konnten.

Der Umsatz steigerte sich im Berichtszeitraum um 38,2% – von von 363,4 Millionen Euro auf 502,3 Millionen Euro. Dieser Boost ist maßgeblich auf die im November 2015 vollzogene Akquisition von T-Online, als auch auf das organische Umsatzwachstum in Höhe von 8,7% zurückzuführen. Getragen von der guten operativen Entwicklung sowie dem Zukauf von T-Online wächst das Operational EBITDA sehr deutlich um 46% auf 114,6 Millionen Euro. Auch das bereinigte EBIT wächst in diesem Zusammenhang um 69% auf 75,9 Millionen Euro.

Das bereinigte Halbjahresergebnis hat sich ebenfalls herausragend entwickelt und stieg um 79% auf 60,6 Millionen Euro an. Der Free Cash Flow vor Akquisitionen verbesserte sich signifikant um mehr als 35 Millionen Euro auf 37,8 Millionen Euro (Vorjahr: 0,2 Millionen Euro). Der dynamische Verschuldungsgrad zum Ende des ersten Halbjahres 2016 verbesserte sich auf den Faktor 1,5 verglichen mit dem Vorjahreswert von 1,9.

„Wir haben ein sehr gutes erstes Halbjahr 2016 erlebt und unsere Finanzkennzahlen haben sich ausgezeichnet entwickelt. Wir verzeichnen starke Umsatz- und Gewinnzuwächse, welche nicht nur auf unser organisches Wachstum, sondern auch auf unsere wertsteigernden Akquisitionen zurückzuführen sind. Wir kombinieren die Profitabilität etablierter Unternehmen mit der Dynamik stark wachsender, junger Geschäftsmodelle und können so nachhaltig und profitabel wachsen. Unsere Strategie zahlt sich aus“, so Udo Müller, Vorstandsvorsitzender von Ströer, anlässlich der Bekanntgabe der Zahlen. „Auf Basis der positiven Geschäftsaussichten bestätigen wir unsere aktuelle Guidance von mehr als 280 Millionen Euro EBITDA bei einem Konzernumsatz zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro für 2016.“

So haben sich die einzelnen Segmente entwickelt:

Digital 

  • Das Segment Ströer Digital konnte seine Umsatzerlöse auch im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres weiter ausbauen. Der Umsatz im Segment Digital ist von 88,2 Millionen Euro auf 210,3 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2016 angestiegen. Der Anstieg ist maßgeblich auf die im November 2015 vollzogene Akquisition von T-Online, als auch auf das organische Umsatzwachstum in Höhe von 10 Prozent zurückzuführen. Des Weiteren haben die Umsatzbeiträge der Investitionen in weitere digitale Geschäftsmodelle des Produktsegments Transactional (wie  Statista und stayfriends) zu dieser Entwicklung beigetragen. Dank der Digitalstrategie von Ströer gelingt es dem Unternehmen, sowohl auf der Umsatz-, als auch auf der Kostenseite von Skalen- beziehungsweise Synergie-Effekten zu profitieren. Gleichzeitig investiert Ströer jedoch auch stark in den Aufbau schnell wachsender Geschäftsmodelle. Aus diesem Grund beträgt die Operational EBITDA Marge 25,6% im Vergleich zu 27,2% im Vorjahr.

Out-of-Home Deutschland

  • Das Segment Out-of-Home Deutschland konnte im ersten Quartal 2016 an die sehr gute Entwicklung aus dem Vorjahr anknüpfen. Der Halbjahresumsatz ist um 9,6% von 214,1 Millionen Euro auf 234,6 Millionen Euro angestiegen. Neben einer weiterhin robusten Nachfrage gingen nennenswerte Wachstumsimpulse auch von zusätzlichen vertrieblichen Maßnahmen aus. Die Produktgruppe Billboard, die sowohl nationale wie auch regionale Kundengruppen adressiert, konnte vor allem von einer unverminderten Nachfrage nach klassischen Außenwerbeprodukten profitieren. Zudem haben zahlreiche Maßnahmen in der nationalen Vertriebsorganisation die Umsätze zusätzlich beflügelt. Darüber hinaus machte sich auch der kontinuierliche Ausbau der regionalen Vertriebseinheit bemerkbar. Die Produktgruppe Street Furniture, deren Kunden im Durchschnitt eher national oder international agieren, legte ebenfalls merklich zu. In gleicher Weise profitierte die Produktgruppe Transport – wenn auch auf niedrigerem Niveau – von der allgemeinen Dynamik im Segment. Mit den spürbar gestiegenen Umsatzerlösen ging ein eher unterproportionales Wachstum bei den Umsatzkosten einher. Die Operational EBITDA-Marge stieg somit auf 25,2% (Vorjahr: 23,4%).

Out-of-Home International

  • Im Segment OOH International sind die türkischen und polnischen Außenwerbeaktivitäten sowie das in der blowUP Gruppe gebündelte westeuropäische Riesenpostergeschäft zusammengefasst. Die Umsatzerlöse im Segment OOH International entwickelten sich mit 69,8 Millionen Euro (Vorjahr: 73,1 Millionen Euro) im ersten Halbjahr 2016 mit minus 4,5% leicht rückläufig. Obwohl insbesondere die Türkei im zweiten Quartal an Dynamik verlor, konnten alle drei Teilsegmente in lokaler Währung, im Vergleich zum Halbjahr des Vorjahres 3,2% zulegen, wobei sich die äußeren Rahmenbedingungen aufgrund der geopolitischen Spannungen in der Türkei insbesondere im zweiten Quartal als sehr herausfordernd darstellen. Auch im Hinblick auf die Umsatzkosten hatten die Währungskursrelationen eine erkennbar dämpfende Wirkung, sodass umsatzinduziert höhere Kosten durch Wechselkurseffekte überlagert wurden. Insgesamt erzielte das Segment ein Operational EBITDA in Höhe von 11,3 Millionen Euro (Vorjahr: 11,7 Millionen Euro) und eine Operational EBITDA-Marge von 16,2% (Vorjahr: 15,9%).

 

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