IFA 2016

Neue Panono 360° Ball-Kamera mit 108 MP für VR und Co.

- Hersteller, Händler und Konsumenten treffen sich bald auf der IFA 2016. Dort werden sowohl Consumer- wie Business-Geräte gezeigt. Auch ein Aussteller, der ins B2B Business umschwenkt, stellt in Berlin aus: Panono mit seiner für VR und andere Anwendungen interessanten 360° HDR Panono Camera. von Thomas Kletschke

Insgesamt 36 Fixfokus-Kameras sind in der Panono integriert (Foto: Panono)

Insgesamt 36 Fixfokus-Kameras sind in der Panono integriert (Foto: Panono)

Wer sich für Kameratechnologien interessiert, kennt möglicherweise schon die auf der IFA 2015 gezeigte erste Kamera von Panono. Im Vergleich zu anderen 360° Systemen hat die als Wurfkamera bekannte Kamera, deren Prototyp 2013 entstand, einige Vorteile: Durch die Reduktion der Funktionalität auf reine Fotos (statt Foto und Video) und dank dem Innenleben werden 360° x 360° Bilder mit einer Auflösung von 108 Megapixeln geliefert.

Eine Auflösung, die im Markt durchaus singulär ist. Das Bauprinzip bei der Panono ist eine Kugel. Sie enthält 36 Einzelkameras, die zeitgleich auslösen und die gesamte Umgebung in einem sphärischen Panorama festhalten. Mit einer Ausgabegröße von 16K x 8K (Equirectangular-Format) erzeugt Panono crispy Content, der für diverse VR-Anwendungen genutzt werden kann. Intern können etwa 600 Panoramen gespeichert werden (16 GB). Softwareseitig gibt es Online Services für ein vollautomatisches Stitching, Hosting und Teilen der 360° Bilder. Sie können in Websites eingebettet oder via Social Media (Twitter, Facebook) geteilt werden.

Seit Anfang des Jahres hat das aus Berlin stammende Start-up Panono die Kamera verbessert. Seitdem wird sie mit HDR und einem Anti-Shake Modus ausgeliefert. Damals teilte Panono zudem mit, dass man aufgrund der Nachfrage verstärkt auf B2B und Prosumer setzt. Entsprechend wurde in der Weiterentwicklung der Hardware und Software (App für iOS und Android) darauf Wert gelegt.

Jetzt kann der weniger als 500 gr schwere Ball seine Daten nicht nur via WiFi weitergeben. Seit Kurzem ist es auch möglich, auf dem Kameraball befindliche Bilddaten via USB auf den Rechner und von dort in die Cloud zu transferieren. Mehr Flexibilität gibt es für die Panono-User neuerdings bei der Bearbeitung von Panoramen. Die eigenen Aufnahmen können im Equirectangular Format heruntergeladen, auf dem eigenen Rechner bearbeitet und wieder in die Cloud hochgeladen werden.

Panonos Plattform für das Verarbeiten (Stitching) und das Hosting von Panoramen wurde auch an anderer Stelle ausgebaut. Ab sofort können User ihre Panoramen mit so genannten Hotspots, also Text und Weblinks versehen und Bildelemente klickbar machen. „Der Hotspot Editor macht die Panoramen etwa für Anwendungen im E-Commerce nutzbar“, erklärt Julie Spielmann, Leiterin Marketing. „Zum Beispiel, indem man Verkaufsumgebungen fotografiert oder Produkte im Bild platziert und von diesen aus dann in den eigenen Onlineshop verlinkt.“

Der Hotspot Editor kam bereits im Rahmen eines Ticket-Gewinnspiels für Volkswagen anlässlich des DFB-Pokalfinales zum Einsatz. Speziell für den Immobilien- und Tourismusbereich entwickelt Panono derzeit zudem ein Tool zur Erstellung virtueller Touren, die Panoramen räumlich miteinander verbinden und somit ganze Umgebungen abbilden. Bekanntlich nutzt die Reise- und Tourismusbranche VR inzwischen sehr häufig, etwa in Reisebüro Flagships oder bei Promo-Aktionen.

Der Panono Messestand befindet sich bei der IFA TecWatch in Halle 11.1/27. Besucher können dort auf Tablets und VR-Geräten verschiedene Usecases aus dem B2B-Bereich erkunden, und Panono Testgeräte ausleihen.

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