Holografische Projektionsflächen für das Schaufenster

sax3D von außen

Bild: sax3D

Der folgende Dialog entstand im Rahmen der XING Gruppe „Public Displays und Digital Signage“.

- Ausschlaggebend war ein Posting von Herrn Schmidt, der bei sax3D für das Marketing zuständig ist. Das Unternehmen stellt unter anderem holografische Projektionsscheiben her, die auch am PoS bzw. in Schaufenstern eingesetzt werden können. In dem Beitrag erläutert er die aus seiner Sicht wesentlichen Unterschiede zwischen der holografischen Folie HOPS von sax3D und der Vikuiti-Folie von 3M. Beide Folien werden für Rückprojektionen eingesetzt. von Oliver Schwede

Ronald Schmidt:

Der offensichtlichste Unterschied ist die Transparenz/Durchsichtigkeit unserer Produkte. Die Vikuiti-Folie ist hingegen schwarz und nicht durchsichtig. Dies bedeutet einen kleinen Vorteil für Vikuiti, da es gute Kontrastwerte in allen Umgebungen garantiert.
Bei sehr hellen Hintergründen kann es bei unserer Folie Kontrastprobleme geben. Auf der anderen Seite kann man selbst beim Betrieb unserer Systeme aus dem Laden schauen.

Technisch basieren unsere Produkte auf Holografie. Holografisch optische Elemente lenken das Licht aus einem bestimmten Winkel direkt zum Betrachter. Licht aus allen anderen Winkeln fällt einfach durch und stört somit das Projektionsergebnis nicht. Außerdem gibt es durch diese Art der Lichtlenkung keinen Hotspot. Als einziger Hersteller sind wir in der Lage, holografische Projektionsfolien in den Projektionswinkeln 20°, 38° und 55° herzustellen. Damit sind wir äußerst flexibel bei der Installation. Alle anderen Anbieter sind ausschließlich in der Lage, 38° herzustellen. Nachteil der Holografie: der begrenzte Öffnungswinkel von +/-35° horizontal, +/-15° vertikal. Man sollte also, um die perfekte Projektionsqualität genießen zu können, frontal vor der Projektionsfolie stehen.

Vikuiti basiert auf Mikrolinsen, die nur das Licht an den Stellen durchlassen, an denen die Mikrolinsen aus der schwarzen Matrix ragen. Der Rest wird absorbiert. Deshalb benötigt man stärkere Projektoren, um gleiche Helligkeitswerte wie mit unserer Folie zu erreichen (gemessen mit Gossen-Mavo-Monitor, NEC-LT280-Projektor, bei gleicher Entfernung, HOPS bei 20° Einstrahlung zur Flächennormalen 700 cd/m², Vikuiti bei Einstrahlung zur Flächennormalen 350 cd/m²).

Um gute Projektionsergebnisse zu erzielen, ist es ratsam bei Vikuiti einen max. Projektionswinkel von 20° zu benutzen. Dies bedeutet, dass man eine große Einbautiefe benötigt, wenn man die Projektionslösung in Augenhöhe installiert. Weiterer Nachteil: Der Projektor ist bei Installation in Augenhöhe in ca. 1,60 m Höhe angebracht, kann also nicht an der Decke „versteckt“ werden. Außerdem ist ein Hotspot sichtbar, da die Helligkeit des Bildes nach außen abnimmt.

Vikuiti ist zuschneidbar, unsere Folie nicht. Wir können aber auf Kundenwunsch alle Formen durch Überbelichtung bestimmter Bereiche generieren. Unsere Folien werden mittels Rakelöl oder Petroleum aufgebracht (Prinzip der Adhäsion). Bei sehr vorsichtiger Behandlung der Folie ist diese zwei bis drei Mal versetzbar.

Vikuiti wird aufgeklebt, ist etwas einfacher händelbar. Der Kleber härtet aber mit der Zeit aus, und die Folie ist nicht mehr wiederverwendbar, nachdem sie vom Fenster gelöst wurde. HOPS ist zudem mit Touchfunktion lieferbar. Der Händlerpreis für eine 40″-HOPS-Foil liegt bei € 1295, ist also nur unwesentlich teurer als Vikuiti.“

sax3D von innen

Bild: sax3D

Über sax3D
Das Unternehmen sax3d.com GmbH stammt aus Chemnitz. Vor sieben Jahren, im Januar 2001, begann die Serienfertigung der ersten rasterfreien holografischen Projektionsfläche HOPS. Begonnen wurde zunächst mit 50-Zoll-Formaten (1270 mm Bilddiagonale) und einem Projektionswinkel von 38°.

Heute können diese Bildflächen bis zu Größen von 130 Zoll (3300 mm Bilddiagonale) im Quer-, Hoch- oder Sonderformat gefertigt werden. Konfektioniert werden die Flächen als Verbundglas, als Folie und als Auflaminierung auf Glas- und Acrylflächen. Die Projektionswinkel konnten um 20° und 55° erweitert werden. Projektionsflächen können inzwischen mit Touchsystemen kombiniert eingesetzt werden. (eca)

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