Sensorflächen machen Gegenstände interaktiv

- Als mögliche Sensorflächen bietet Future-Shape Textilien, Metall, leitfähigen Kunststoff, Glas oder transparente Folie an. Sogar Flüssigkeiten sollen sich als Sensor benutzen lassen. Die einzige Voraussetzung ist, dass sie selbst leitfähig oder mit einer leitfähigen Beschichtung versehen sind. von Oliver Schwede

Bild: Future-Shape

Eine solche Beschichtung auf Glas z.B. ist hochtransparent und witterungsbeständig und soll laut Future-Shape auch für den Außenbereich geeignet sein.

Der Kern der Future-Shape-Sensortechnik ist ein Funkmodul. Es besitzt einen kapazitiven Näherungssensor und wird mit der leitfähigen Sensorfläche verbunden. Bei Annäherung an die Fläche wird ein Sensorsignal erzeugt, das über eine Leitung oder per Funk weitergeleitet wird. Damit können dann bestimmte Events gesteuert werden.

Ein hinterleuchteter Glasboden der Firma Böh Bausysteme kann in Kombination mit SensGlass seine Farbe oder auch Helligkeit beim Begehen ändern und gleichzeitig können über eine MIDI-Schnittstelle Klänge erzeugt werden. Ähnlich wie beim Future-Shape SensFloor können außerdem die Sensorsignale, die beim Begehen ausgelöst werden, durch Mustererkennung und Berechnungen von Bewegungsvektoren als verschiedene Ereignisse identifiziert werden. So lassen sich z.B. automatisch Türen öffnen, Lifte rufen und Rolltreppen steuern.

Die Sensorfläche kann selbst ein Dekorationselement sein oder unter nichtleitfähigen Materialien wie z.B. Holz, Stein oder Kunststoff »versteckt« werden. Dabei kann die abdeckende Schicht bis zu 5 cm dick sein. So ist es möglich, das Sensorsystem auch unter allen gängigen Bodenbelägen, Holzpaneelen oder Trockenbauwänden zu installieren. (eca)

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