Interview Dirk Hülsermann, Vorsitzender OVAB Europe

- Mit der Gründung des OVAB Europe geht ein neuer Verband an den Start, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Out-of-home-Industrie in Europa weiter voranzubringen. Im Gegensatz zu bestehenden Verbänden versteht sich OVAB Europe ausschließlich als Interessenvertretung der Out-of-home-Industrie; inividis spricht mit Dirk Hülsermann, Vorsitzender OVAB Europe, über die Ziele des neuen Verbands. von Oliver Schwede

Bild:OVAB Europe

Dirk Hülsermann, Vorstand OVAB Europe

Dirk Hülsermann, Vorstand OVAB Europe

OVAB Europe. Ein neuer Verband für die digitale Out-of-home-Industrie. Warum erfolgt die Gründung zu diesem Zeitpunkt?

Dirk Hülsermann: Die Digital-Out-of-home-Industrie entwickelt sich mit einem Marktwachstum von durchschnittlich 32 % sehr rasant, so dass nun die geeigneten Strukturen für eine starke und kommunikative Vertretung der Industrie unabdingbar sind. Zudem haben wir eine latente Frustration von Marktteilnehmern wegen dem Fehlen einer solchen Organisation wahrgenommen und haben daher mit OVAB Europe das Heft des Handelns in die Hand genommen.

Wie grenzt sich OVAB Europe von den schon bestehenden Verbänden und Interessenvertretungen ab?

Dirk Hülsermann: Wir sehen uns als kommunikativer Verband der Out-of-home-Werbeindustrie, welcher letztendlich der Driver für das Geschäft sein wird. Wenn sich dieser Bereich positiv entwickelt und sich das Medium etabliert, entwickeln sich auch die assoziierten Industriesegmente entsprechend.

Also handelt es sich nicht um einen Wettbewerb der Verbände, sondern um eine thematische Ergänzung?

Dirk Hülsermann: Das kann man so sehen. Jeder Verband, welcher der noch jungen Industrie hilft, sich zu etablieren – der dabei hilft, ein neues, hoch innovatives und wirtschaftliches Medium im Media-Mix der Marketing-Verantwortlichen und auf Agenturseite zu verankern, ist eine herzlich willkommene Ergänzung.

Welche Ziele wird OVAB Europe in Deutschland und anderen europäischen Ländern verfolgen?

Dirk Hülsermann: OVAB Europe hat sich zum Ziel gesetzt, der Repräsentant der digitalen Out-of-home-Industrie (DOOH) in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu werden. Unser Ziel ist, unser Medium zu etablieren, es gegenüber der Werbewirtschaft und Medienindustrie zu positionieren. Demzufolge muss es uns gelingen, Standards für dieses Medium zu schaffen, welche es der werbetreibenden Industrie erleichtern, unser Medium zu buchen und den daraus resultierenden ROI zu ermitteln. Des Weiteren übernehmen wir Lobby und PR-Arbeit für die DOOH-Industrie.

Welchen Einfluss wird der amerikanische Partnerverband auf die europäischen Aktivitäten haben?

Dirk Hülsermann: Wir arbeiten partnerschaftlich mit unserem amerikanischen Schwesterverband zusammen. Wissenstransfer aus den USA in Richtung Europa und in die andere Richtung kann uns bei der Realisierung unserer Ziele sehr behilflich sein. Schließlich hat der amerikanische Markt einen nicht zu unterschätzenden Vorsprung und auch bei der Berücksichtigung der kulturellen Unterschiede der Märkte ist es nicht verwerflich, die Learnings, welche die Industrie in den USA bereits gemacht hat, für den eigenen Vorteil zu nutzen.

Herr Hülsermann, Danke für das Gespräch.

Weitere Informationen zu OVAB Europe finden Sie unter dem folgenen Link: OVAB Europe. (eca)

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