Plakate sind weniger umweltverträglich

- Die Ergebnisse einer Studie zu CO2-Emissionen von Digital-Signage-Lösungen im Vergleich zur herkömmlichen Plakatwerbung zeigen, dass bei Verwendung von Projektionsdisplays 7,5 % weniger CO2 anfällt. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforschungsgesellschaft ROI Team und die Brunel University. Die Studie wurde von MediaZest in Auftrag gegeben und von Cisco und Panasonic gemeinsam finanziert. von Oliver Schwede

Andrew McCall, ROI Team

Für die Studie wurde ein Bestand von 150 Ladengeschäften in bevorzugter Lage angenommen. Es ergab sich nach der Umstellung auf eine digitale Schaufenster-Display-Lösung über einen Zeitraum von drei Jahren eine CO2-Einsparung von 29,74 Tonnen CO2-Äquivalent (tCO2e). Dies entspricht der Energie, die ein typischer Haushalt in Europa in fünf Jahren verbraucht.

Hierbei wurden die Emissionen „von Lager zu Lager“ berücksichtigt und alle Aspekte beider Systeme verglichen, einschließlich Installation, Betrieb, Instandhaltung und Entsorgung sowie Verbrauch an elektrischem Strom, Diesel, Papier und Druckfarbe.

Das für die Untersuchung verwendete digitale Display-System bestand aus einem PT-D4000-Projektor von Panasonic, am Schaufenster angebrachter Vikuiti-Folie von 3M und einem Mediaplayer von Cisco. Alle inhaltlichen Änderungen wurden über eine Breitbandleitung übertragen, was das wiederholte Bedrucken von Material und dessen Transport über Land unnötig machte. Die Lebensdauer des Displays wurde mit drei Jahren angesetzt. Dr. Joyce Tsoi, Research Fellow an der Brunel University, erläutert:

„Wir haben Erfahrung in der Untersuchung der umweltrelevanten Aspekte verschiedener kommerzieller Verfahren, und diese Ergebnisse zeigen einen klaren Vorteil für die Verwendung digitaler Medien auf.“

Andy Hawkins, Vertriebs- und Marketingleiter bei MediaZest, kommentiert:

„Wir vertreten die Ansicht, dass für alle Unternehmen eine wirtschaftliche und moralische Notwendigkeit besteht, ihre Verhaltensweisen zu überdenken und einen größtmöglichen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Natürlich sind wir mit den Ergebnissen sehr zufrieden, da wir zu dem Zeitpunkt, an dem wir die Studie in Auftrag gaben, nicht wussten, was uns erwartete. Allerdings hatten wir schon immer das Gefühl, dass die Verwendung digitaler Displays für unsere Kunden nicht nur Vorteile im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Markenpräsentation und den ästhetischen Eindruck bringt, sondern dass sie auch umweltfreundlicher ist, und dieser Eindruck scheint sich jetzt zu bestätigen.“

Andrew McCall, Geschäftsführer von ROI Team, erklärt:

„Der schwierige Teil war die Auswahl eines Benchmarks für die herkömmliche Verwendung von Plakaten in einer Verkaufsstelle, da eine Aktion ja auf verschiedene Weise gestaltet werden kann. Wir hoffen, dass die Ergebnisse der Untersuchung eine Debatte über den Einsatz von Digital-Signage-Lösungen in Gang bringen wird.“

Die Ergebnisse finden Sie auch in einem englischsprachigen PDF zusammengefasst, das es online bei MediaZest gibt. (eca)

2 thoughts on “Plakate sind weniger umweltverträglich

  1. „Hierbei wurden die Emissionen „von Lager zu Lager“ berücksichtigt und alle Aspekte beider Systeme verglichen, einschließlich Installation, Betrieb, Instandhaltung und Entsorgung sowie Verbrauch an elektrischem Strom, Diesel, Papier und Druckfarbe.“

    Erst war ich erfreut, dass es endlich eine Sustainability-Studie gibt. Aber dann lese ich den zitierten Abschnitt. Die Produktions-und Entsorgungs/Recycling-„kosten“(gemessen in CO²) wurde komplett außen vorgelassen? Entschuldigung – das ist keine Studie sondern ein peinlicher Versuch von Greewashing.

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