Unternehmen im Fokus

xplace – stark Dank Diversifizierung

- Viele Wege führen nach Rom, doch nur wenige führen erfolgreich in den Handel. xplace wandelt auf dem Pfad der Multichannel-Kommunikation und setzt sich damit erfolgreich von der breiten Masse der reinen Digital Signage Anbieter ab. von Oliver Schwede

Florian Brinkmann xplace

Florian Brinkmann: "Der POS muss attraktiver und interessanter gestaltet werden"

„Es gibt viele Unternehmen, die verlässlich Digital Signage Systeme installieren und betreiben können. Allein damit kann man sich am Markt nicht von der Masse absetzen.“ Mit dieser Einstellung und dem daraus resultierenden Selbstverständnis gibt Florian Brinkmann, Geschäftsführer des Göttinger Unternehmens xplace, die Richtung vor. Und die heißt: ganzheitliche Kommunikationslösungen für den Handel.

Kaum ein Digital Signage Unternehmen in Deutschland hat es in den letzten Jahren geschafft, sich dermaßen im Handel zu etablieren wie die xplace. Das Erfolgsgeheimnis sieht Brinkmann in dem ganzheitlichen Ansatz und dem diversifizierten Produktportfolio. Denn neben dem klassischen Instore-TV hat das Unternehmen eine ganz Reihe von Software-Tools entwickelt, die dem stationären Handel vor allem eines bringen: einen Mehrwert.

Dazu zählen POS-Terminals und Kiosksysteme die Aufgaben wie Rezeptberatung, Audio-Hörstation und Produkt-Teststation übernehmen. Aber auch spezielle Informationssysteme, die auf Notebooks oder Tablet-PCs installiert werden und deren Displays zur Anzeige nutzen.

Das allein genügt Brinkmann allerdings nicht. Der Geschäftsführer setzt auf Multichannel-Kommunikation und bezeichnet das Ganze als Drive2POS. „Der POS muss attraktiver und interessanter gestaltet werden und die Beratungsqualität muss steigen. Nur so schafft es der Handel, dass der Kunde auch in Zukunft im stationären Handel einkauft und nicht nur über das Internet“, erklärt Brinkmann gegenüber invidis.

Aus diesem Grund hat xplace vor zwei Jahren seine Portal-Aktivitäten gestartet, die in diesem Jahr noch in der myxplace GmbH gebündelt werden. Die Idee, erklärt uns Brinkmann, ist es die verfügbaren Produkte des stationären Handels auf das Handy oder Smartphone zu bringen. „myxplace nutzt Formen des Location Based Service (LBS), um Kunden über ihr Mobiltelefon zu erreichen und sie in den nächst gelegen stationären Handel zu führen.“ Die Voraussetzungen für die Nutzung von myxplace auf Seiten der Händler sind denkbar einfach. Sie müssen über einen stationären Handel verfügen. Reine Online-Händler bleiben außen vor.

Intelligente Retail-Konzepte sind aber nur eine Seite der Medaille. Wie Florian Brinkmann betont sei Qualität ein weitere Erfolgsfaktor der xplace. „Dadurch dass wir die komplette Wertschöpfungskette selbst bedienen, garantieren wir unseren Kunden eine gleichbleibend hohe Qualität während der gesamten Projektlaufzeit. Das fängt bei der Installation an und endet beim Vor-Ort-Service“, erklärt Brinkmann gegenüber invidis. Mit diesem Ansatz habe xplace in der Vergangenheit schon einige Ausschreibungen gewonnen. Nachgefragt ob Kunden für diesen Qualitätsansatz bereit sind mehr zu zahlen kontert Brinkmann, dass die xplace in der Lage ist, ein sehr attraktives Preis-/Leistungsverhältnis zu bieten.

Und das ist wichtig, denn das Unternehmen agiert ausschließlich im sehr preissensitiven Handelsumfeld. Wenn es nach dem Willen von Florian Brinkmann geht, dann bleibt dies auch so: „Wir kennen den Handel und haben dort sehr gute Kontakte. Für uns ist der Handel das ideale Umfeld, um unsere komplexen Kommunikationskonzepte umzusetzen. Reines Instore-TV ist für uns weniger interessant. Dieser Ansatz gibt uns die Freiheit, nicht an jeder Ausschreibung teilnehmen zu müssen.“

Dass dieses Konzept aufgeht zeigt die Kundenliste der xplace. Neben Elektronikfachmärkten finden sich dort Buchhändler aber auch immer häufiger Lebensmittelhändler. Nach eigenen Aussagen wird das Unternehmen bis Oktober dieses Jahres schon mehr als 1.200 LEH-Märkte (Rewe und Edeka) mit Rezept- und Weinberatern ausgestattet haben.

Fokussierung und Diversifizierung, für Florian Brinkmann sind diese beiden Ansätze aufgegangen. Seinem Empfinden nach hat der Hype um Instore-TV etwas nachgelassen, geschadet hat es der xplace aber nicht: „Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück, in dem wir unsere Umsätze halten und den Ertrag steigern konnten. Und in diesem Jahr werden wir die Erwartungen noch übertreffen. Ich bin extrem zufrieden.“

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