Raiffeisen verkauft Außenwerber an JOJ Media House

Österreichische Epamedia geht an slowakische Medienholding

- Nach längerer Suche hat Raiffeisen für den defizitären Außenwerber Epamedia einen Käufer gefunden. Die beiden Außenwerbekonzerne Epamedia und Gewista dominieren den Plakatmarkt in Österreich. Raiffeisen musste in den letzten zwei Jahren 100 Millionen Euro in in die hochdefizitäre Plakatunternehmen pumpen. von Florian Rotberg

© Epamedia

Epamedia hatte sich stark in zentral- und osteuropäischen Märkten engagiert – Investitionen die sich aufgrund der Finanzkrise in Ungarn und den Nachbarrepubliken zu schweren finanziellen Belastungen entwickelten. Im vergangen Jahr erwirtschaftete der Außenwerber mit 400 Mitarbeitern ca. 100 Mio Euro Umsatz in Österreich sowie Tschechien, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Mazedonien, Bulgarien und Rumänien.

Die beiden führenden Außenwerbekonzerne Gewista und Epamedia sind nun beide in ausländischer Hand. Gewista gehört zu 65% JC Decaux und betreibt unter anderem auch das Wiener Infoscreen DooH-Netzwerk sowie Onboard TV im Airport-Shuttle CAT.

Epamedia spielt im Bereich DooH keine Rolle mit Ausnahme des Shoppingcenter Netzes der größten Mall Wiens Shopping City Süd (SCS) das allerdings zur Zeit komplett umgebaut wird.

Der werbefinanzierte Digital Signage Markt in Österreich steckt noch in den Kinderschuhen. Reichweitenstarke nationale Netzwerke fehlen bisher – es herrscht ein Flickenteppich von kleinen Netzen, LED Boards und Stelen. Wirklich interessant für nationale Werbevermarktung sind nur

  • das Wartezimmer-Netzwerk Vita TV (allerdings erheblich geschrumpft in der letzten Zeit),
  • DDMAG-Videowalls in größeren ÖBB-Bahnhöfen und
  • Digilight Stelen an Bahnhöfen und Fußgängerzonen.

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