Udo Müller / CEO Ströer Media

„DooH ist Auftaktgeber in der digitalen Wertschöpfungskette“

- Udo Müller (CEO Ströer) wurde vergangene Woche in München zur Mediapersönlichkeit des Jahres gewählt. Im Interview mit der W&V äußert sich Müller zu digitaler Außenwerbung, Bewegtbild im öffentlichen Raum und die gemeinsame Vermarktung von Online und DooH. von Florian Rotberg

Ströer Media setzt auf Digital - Outdoor und Online

Ströer Media setzt auf Digital – Outdoor und Online

Seit Dezember 2012 ist die Neupositionierung von Ströer auch für die breite Öffentlichkeit ersichtlich: Der Vorstand wurde umbesetzt – Christian Schmalzl kam und Dirk Wiedenmann verließ das Unternehmen – und Online Vermarktung ergänzt nun als zweite Säule das Kerngeschäft Außenwerbung. Digital dominiert die Schlagzeilen und Visionen – ob werbefinanzierte Digital Signage Netzwerke oder Internet.

Die Handschrift von Udo Müller und dem Mediaagenturexperten Christian Schmalzl ist nun auch in der Neupositionierung von Ströer klar ersichtlich. Nicht mehr die klassische Einteilung von Mediengattungen (TV, Radio, Print, Außenwerbung) wird aus Sicht der Kölner den Markt treiben, sondern Aspekte wie Performance, Branding, Stand-/Bewegtbilder oder Indoor/Outdoor. „Die Digitalisierung erodiert die eher technisch bestimmten Grenzen zwischen den einzelnen Mediensegmenten“ so Müller in der aktuellen W&V 11/2013.

Die Bedeutung von großen Bilder im öffentlichen Raum wird steigen, da die ständige Fragmentierung des Medienkonsums die Sichtbarkeit und somit die Wirkung von Werbung verringert. Eine Anzeige auf dem Smartphone kann sehr Effizient sein, „visuelle Reize und Interesse“ können große Bilder in analog oder digital besser erzeugen.

Müller sieht den Markt in einer Transformationsphase: LCD basierte Bewegtbilder in Bahnhöfen und Shopping Zentren lassen sich sehr gut vermarkten – also eher längere Verweildauer im wettergeschützten Innenbereich.

Die Digitalisierung der Outdoorflächen wie Megalights, CLPs etc muss nach Ansicht von Ströer auf passive Displaytechnologie (eInk etc) basieren und sich auf Standbilder fokussieren. Passagesituationen wie sie im Außenbereich dominieren sind nicht optimal geeignet für Bewegtbild. Insbesondere auch rechtlichen Restriktionen lassen Bewegtbild am Straßenrand kaum zu. Doch Passiv-Display-Technologie ist in den benötigten Größen zurzeit noch nicht marktreif bzw. wirtschaftlich einsetzbar. Auch der Wettbewerber WallDecaux wartet noch auf den Technologiedurchbruch, setzt vorübergehend in Berlin und Hamburg aber auf klassische LED Technologie und Standbild mit Peel-Effekt.

Beim Thema gemeinsame Vermarktung setzt Müller auf Adserver die in Zukunft Online und DooH Bewegtbild über eine Plattform zur Buchung und Ausspielung verfügbar machen. Erste Vermarktungserfolge konnte Ströer und United Internet bereits in den vergangenen Monaten sammeln.

Das gesamte Interview ist in der aktuellen Print-Ausgabe 11/2013 der W&V zu lesen.

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.