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HELP kombiniert DooH-Stelen mit Defibrillatoren

- Mit ihrer Kombination von lebensrettenden Defibrillatoren und DooH-Stellen kommt nun die liechtensteinische HELP International AG auf den Markt. von Thomas Kletschke

Die Stelen von HELP kombinieren Outdoor-Displays mit Technologie für Ersthelfer (Foto: HELP International AG )

Die Stelen von HELP kombinieren Outdoor-Displays mit Technologie für Ersthelfer (Foto: HELP International AG )

Die HELP International AG mit Sitz in Mauren (FL) bringt nach 3 Jahren Entwicklungszeit, 24 Monaten Erprobung unter Realbedingungen und mehreren Millionen Euro Investment eine weltweit einzigartige Kombination namens HELP auf den Markt: DooH-Terminals mit Defibrillatoren.

HELP steht für Human Emergency Life Point und stellt eine Kombination aus modernen DooH-Stelen und einer Lebensrettungseinheit dar. Die HELP-Terminals sind mit single oder dual Digital Signage LCD-Panels bis zu 5.000 nits Helligkeit ausgestattet. Die Full HD-Screens sind zwischen von 55 und 82 Zoll groß. Rechnerbasis des System ist jeweils ein Apple Mac Mini, bei der DOOH-Software wird mit dem Anbieter VIDERO AG kooperiert.

Allwettertauglichkeit war eine der Anforderungen für die Terminals, die durch die patentierte, vollständig gekapselte Klimatechnik (nach IP65) einen Einsatzbereich von -40°C bis +75°C (sun exposed area) bzw. -40°C bis +55°C (shaded area) ermöglichen sollen.

Jedes HELP-Terminal beinhaltet einen jederzeit zugänglichen, halb- oder vollautomatischen Laien-Defibrillator modernster Bauart. Hintergrund für diese Ausstattung ist die häufigste Todesursachen in den Industrienationen – der Plötzliche Herztod (PHT), beziehungsweise Sudden Cardiac Arrest (SCA). Alleine in Deutschland sterben jährlich etwa 160.000 Personen an einem PHT. Von ihnen könnten über 70% überleben, wenn innerhalb der ersten 4-5 Minuten nach Eintreten des PHT ein Defibrillator greifbar und ein Ersthelfer zur Stelle ist. Ohne Defibrillator und Erste Hilfe liegt die Überlebensquote bei PHT im europäischen Durchschnitt bei 3 bis 5%.

Jeder Defibrillator in den HELP-Terminals ist zusätzlich mit einem System ausgerüstet, das bei der Entnahme aus dem Terminal eine direkte Sprechverbindung zur Notrufzentrale aufbaut, sodass dem Ersthelfer im Notfall direkt und unmittelbar professionelle Anweisungen gegeben werden können. Ebenso ist jeder Defi mittels GPS/GSM Tracking punktgenau lokalisierbar. Dies unterstützt die Anfahrt des Rettungswagens und optimiert die Rettungskette weiter. Gleichzeitig versendet das HELP-Terminal bei einer Entnahme des Defis automatisch eine SMS an geschulte Personen in der Umgebung des betreffenden Terminals.

HELP hat parallel eine Aufklärungskampagne zu PHT entwickelt. Mit prägnanten Kurzvideos, die via des HELP Netzwerkes neben kommerziellen Werbespots gesendet werden, wird das Problem PHT erläutert und Schritt für Schritt eine effiziente Reanimation erklärt, sowie die Bedienung eines Defibriillators erläutert. Hiermit wird Bewusstsein für das Thema geschaffen und gezielt die Angst vor dem Helfen genommen und aufgezeigt wie einfach und sicher es ist im Notfall ein Menschenleben zu retten.

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