Tesco UK

Amscreen Gesichtserkennung sorgt für Aufregung

- Die Einführung des neuen Digital Signage Netzwerks beim Lebensmitteleinzelhändler Tesco sorgt für Aufregung in Großbritannien.In NSA-Skandalen sensibilisierten Zeiten ist besonderes Fingerspitzengefühl notwendig. Nun hat auch Spiegel Online die Geschichte aufgenommen. von Florian Rotberg

Gesichtserkennung im Fokus (Foto: Spiegel Online)

Gesichtserkennung im Fokus (Foto: Spiegel Online)

Im Prinzip geht es um die 450 Displays (invidis berichtete) die nun bei Großbritanniens größtem Lebensmitteleinzelhändler Tesco von Amscreen an der Kasse aufgestellt wurden. Die neueste Generation des Amscreen Netzwerks unterscheidet sich von 5000+ Installationen die bereits Europaweit in Tankstellen und anderen öffentlichen Orten installiert wurden. Amscreen setzt nun neben 9:16 Displays auf Sensoren mit der Gesichtserkennungslösung von Quividi. Die französische Digital Signage Lösung identifiziert oder speichert weder Gesichter noch Personen sondern analysiert ausschließlich demografische Merkmale (Geschlecht, Alter etc). Ziel ist alleine eine noch zielgruppengerechtere Ausspielung der Werbung.

Laut Amscreen werden alle Datenschutzrichtlinien und Gesetze sowohl in Großbritannien als auch in den europäischen Märkten eingehalten. Es werden keinerlei Daten gespeichert, weder Bilder der Kamera (die besser als Sensor bezeichnet werden sollte) noch persönliche Daten. Der eingebaute PC analysiert die Daten in real-time ausschließlich lokal. Das zentral gespeicherte Reporting umfasst nur die Meta-Daten.

Zu Beginn des Jahres wurde ein DooH-Pilot mit derselben Erkennungs-Technologie auch in der Schweiz von der Öffentlichkeit kritisch verfolgt. Doch in Zeiten von NSA-Skandalen ist selbst im überwachungserprobten Großbritannien nun eine erhöhte Sensibilität festzustellen. Aufklärung ist nun wichtig.

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