DooH Digitale Außenwerbung

Broadsign verbindet Kunden mit Buchungs-Plattform

- Am Vorabend der DSE in Las Vegas präsentiert der kanadische DooH-Solution Anbieter Broadsign einige Neuigkeiten. Die interessanteste Meldung ist die Partnerschaft mit der Buchungsplattform Vistar Media. Vistar erhält über die Broadsign Connect direkten Zugriff auf die Netzwerke von Broadsign Kunden. von Florian Rotberg

Broadsign Connect verbindet Vistar Media

Broadsign Connect verbindet Vistar Media

Die Supply Side Plattform ermöglicht DooH-Netzwerken die (Restplatz)-Vermarktung von noch nicht verkauften Werbeplätzen. Broadsigns Cloud-basierte DooH-Lösung ist auf mehr als 60.000 DooH-Displays weltweit installiert. Bedeutendster Kunde ist JC Decaux der nun auch in Europa auf Broadsign setzen. Die Teilnahme an Vistar ist zurzeit noch auf Nordamerika beschränkt, soll aber zeitnah auch in Europa verfügbar sein.

Broadsign Connect wird von Broadsign Support und Maintenance unterstützt und ermöglicht somit eine volle Integration in bestehende Service-Prozesse.
“Broadsign Connect verändert die DooH-Spielregeln, ohne jegliches Risiko können Broadsign-Kunden einen stetig steigenden Umsatzfluss generieren” sagt Broadsign CEO Brian Dusho. “Es ist einfach zu installieren, benötigt kaum Überwachung oder Service und liefert zeitgleich Zugang zu einer Programmatic Buying Buchungsplattform. Das ist spannend für die DooH-Branche.”

Buchungsplattformen und insbesondere Programmatic Buying Lösungen werden in der Digitalen Außenwerbungsbranche in Nordamerika zur Zeit heiß diskutiert. In der Online-Vermarktung wird es von den Mediaagenturen bereits auf breiter Basis eingesetzt. Die automatisierten Demand-Side Plattformen sind einfach zu bedienen und sehr effizient. Der größte Vorteil sind ihre generierten Daten die jegliche Art von Analysen ermöglichen. Laut Magna Global werden in drei Jahren 83% aller Display-Werbung über Programmatic Buying Plattformen abgewickelt. Das Volumen soll von heute USD 7,4 Milliarden auf 2017 USD 17 Milliarden steigen.

OVAB Real Time Bidding

OVAB Real Time Bidding

Hintergrund – weitere Informationen zu DooH Buchungsplattformen

Real Time Bidding, Demand Side oder Supply Side Plattform? Ein Überblick der Plattformen ermöglicht die Grafik links

Definitionen – Was ist Programmatic Buying ?

Wie ist die Akzeptanz von Plattformen in Europa?

Über die Akzeptanz und die Auswirkungen sprach invidis mit OVAB Vize-Präsident Winfried Karst.

Wie beurteilen Sie Programmatic Buying / Demand Side Platform für Digitale Außenwerbung in Europa? 

Generell ist das ein sehr guter Ansatz. Der DOOH-Markt in Deutschland sollte allerdings noch analog zum Online-Markt mit gleichen oder ähnlichen Standards arbeiten in Bezug auf die verschiedenen und relevanten Netzwerke. Diese müssen noch erarbeitet und etabliert werden. Diese Standards beziehen sich auf Pricing-Ansätze, Playout-Reporting, Formate, etc. Hier sind bereits einige Initiativen gestartet, die ein positives Ergebnis in dieser Richtung versprechen.

Welche Vor- und Nachteile sehen sie? Welche Auswirkungen haben diese neuen Angebote auf die Vermarktung von DooH?

Als positive Auswirkung sehe ich klar die mögliche und verbesserte Positionierung von DOOH im deutschen Markt. DOOH bietet eine digitale Basis, die im Out-of-Home-Segment einen äußerst flexiblen und dynamischen Ansatz in Bezug auf Geo-Location, Day-Parting, Zielgruppen und weitere äußere Umstände anbietet. Dies kann dann ideal zur Ergänzung bestehender Buchungen im Plakat, Online und Mobile-Bereich genutzt werden, so dass die Kommunikationsfolge der Kunden entlang der Customer Journey entsprechend abgebildet und verstärkt werden kann.

Soweit Winfried Karst zu invidis. In Europa ist insbesondere Vukunet seit zwei Jahren auf dem Markt aktiv. Im Gegensatz zu Nordamerika positioniert NEC das DooH Produkt primär als Ad-Serving Lösung. Somit tritt mal als Partner der Agenturen auf.

Wie unterscheidet sich Vistar Media / Broadsign Connect von anderen Lösungen wie NEC Vukunet?

Broadsign Connect ermöglicht Vistar Media einen direkten und nativen Zugriff auf das Broadsign CMS der Netzwerkbetreiber. Größter Vorteil: keine Fremdkomponenten auf Netzwerkbetrieberseite müssen installiert, betrieben oder gewartet werden. Die API-Strategie führt auf der anderen Seite dazu, das Vistar individuelle APIs für jedes SMS programmieren muss.

Vukunet setzt im Gegensatz dazu auf Dynamic Ad Container (DAC). Hier wird ein CMS-unabhängiger Flash Container in den Content-Loop der DooH-Netze integriert. Vorteil ist die große Verwendungsbreite dank CMS-Unabhängigkeit – Nachteil: Netzwerkbetreiber scheuen sich Drittsystemkomponenten zu integrieren.

 

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