ISE 2014

“Wer nicht auf der ISE ist, ist nicht relevant für IT/AV-Reseller“

- Im zweiten Teil unserer Analyse zur ISE 2014 bewerten wir das Thema Standbau und die Relevanz der ISE im Vergleich zu anderen Messen. von Florian Rotberg

Beispiel für einen sehr gelungen Standbau (Bild: NEC)

Beispiel für einen sehr gelungen Standbau (Bild: NEC)

Standbau

Sehen wir in Zukunft mehr Doppelstock? Stände werden sich immer mehr abschotten in öffentliche und (erhöhte) Besprechungsbereiche um den Andrang zu managen. Die Produkte werden im öffentlichen Bereich präsentiert – Gesprächszonen wandern in abgeschlossene Zonen. Positive Ausnahme in diesem Jahr war NEC – die ihren Stand für Besucher geöffnet haben. Im Fokus standen Lösungswelten, nicht nur symbolisiert durch Schaufensterpuppen.

Dem Produkt-Overkill setzt NEC ausgewählte Lösungsinseln entgegen. Hoffentlich ein Trend den wir 2015 vermehrt sehen werden. Doch die immer größeren Displays benötigen mehr (Wand)Platz. Der Transport lohnt sich nur noch für einige ausgewählte Veranstaltungen pro Jahr. Das Ziel die gesamte Produktpalette auf limitierten Standfläche in Amsterdam zu präsentieren wird weiter zunehmen. Ein Zielkonflikt ohne eindeutige Lösung.

Selbst in der Digital Signage-Halle wird der Standbau immer aufwändiger. Vor vier Jahren passten alle Digital Signage-Anbieter in die kleine Halle des Elicium. Jetzt ist ein Großteil der Halle 8 besetzt. Und nicht nur mit kleinen Systemständen. Scala als Marktführer im DS-Softwarebereich ist ein gutes Beispiel: Fernwirkung wird über einen 6m hohen Standbau erreicht, der Stand selber war von 20 verschiedenen Lösungen und Innovationen geprägt.

Relevanz im Wettbewerb

Die ISE hat einen festen Platz im Ausstellungskalender der Digital Signage-Branche gefunden – auch weil Digital Signage immer relevanter wird, wie neue Anbieter wie Toshiba oder BenQ beweisen. Auch die aufstrebenden Themen Unified Communication und Smart Building ergänzen den klassischen AV-Themenfokus. Die Bedeutung lässt sich zusammenfassen: Wer nicht auf der ISE vertreten ist, ist nicht relevant für IT/AV-Reseller in Europa. Die Einschränkung ist wichtig da Spezialanbieter wie z.B. Heineking Media oder Macnetix ausschließlich Endkunden und kein Partnernetzwerk suchen.

Im internationalen Wettbewerb spielt die ISE in einer eigenen Liga. Vertikalmarkt-Veranstaltungen wie die EuroShop fokussieren sich primär auf Endkunden und überschneiden sich mit der ISE nur peripher. Erstaunlich das z.B. die CeBIT durchaus als Digital Signage-Plattform an Gewicht gewinnt. Nicht primär als Wettbewerb für die ISE aber als Ergänzung mit IT-Fokus. Neben Samsung und LG stellen auch BenQ und iiyama ihre Digital Signage Displays aus. Auch einige dutzend Mediaplayer- und Software-Anbieter sind dieses Jahr in Hannover vertreten.

Fazit

Sonnige Aussichten auf die ISE 2015 – auch wenn die Privatheit eines Branchentreffs etwas verloren geht. Digital Signage wächst auch 2014 zweistellig und so wird aller Voraussicht nach Mike Blackman am 12. Februar 2015 wieder einen neuen Fachbesucherrekord verkünden können.

Teil 1 unserer ISE Analyse: Quo vadis ISE?

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