New York City

Datenschutzbedenken erzwingen Rückbau von iBeacon in NYC

- Den Deutschen wird gerne eine übermäßige Sorge um Datenschutz nachgesagt. Sensoren und natürlich auch Videoüberwachung sind in Europa jenseits von Großbritannien ein heikles Thema. iBeacon und andere Bluetooth Low Power Sender waren bisher nicht verdächtig. Jetzt zwingt die Stadtverwaltung von New York City den Außenwerber Titan alle Sender umgehend abzubauen. von Peter Beck

Titan DooH in New York City (Foto: Titan)

Titan DooH in New York City (Foto: Titan)

Nun muss Titan, einer der großen Außenwerber in den USA, alle in New York City installierten Sender auf Bitten der Stadtverwaltung abbauen. So berichtet das amerikanische Online-Magazin Buzzfeed in einem aktuellen Bericht der auch von Titan und der Stadtverwaltung New York City nun bestätigt wurde.

Eine erstaunliche Entwicklung die auch Auswirkungen auf Europa haben könnte. Denn bisher gelten Low Power Near Field Sender, wie sie von vielen angeboten werden, als datenschutzrechtlich unproblematisch. Denn ohne die Installation einer dedizierten App und der direkten Zustimmung durch den User können nur wenige rudimentäre Daten erfasst werden. Aber die Sorge ist, dass aus diesen Daten mit Hilfe von Third-party Software durchaus auch Bewegungsprofile erstellt werden können.

Sicherlich eine erstaunliche Wendung – Apple nutzt die Technologie weltweit in allen Apple Stores. Außenwerber testen reihenweise iBeacons, um digitale Poster um Interaktivität zu ergänzen. Auch Ströer testet in Deutschland am Düsseldorfer Hauptbahnhof in einem Piloten die Nutzung dieser Technologie.

Rechtlich ist es erlaubt, die Frage ist nur, ob es schon gesellschaftlich akzeptiert ist. Es wird interessant sein, wie der Vorfall in New York Auswirkungen auf Europa haben wird und, ob mit LTE-Beacons die sichere auch viel teurere Alternative vor dem Durchbruch steht. Die Kollegen von heise online berichten über die neuen LTE-Beacons.

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