DooH in Berlin

Berliner digitales U-Bahn Werbenetz erfolgreich gestartet

- Nach einigen Monaten im Probebetrieb ist nun das erste flächendeckende DooH U-Bahn Netz offiziell gestartet. Die Wall AG hat seit Spätsommer 75 digitale Werbeflächen an 25 Berliner U-Bahnhöfen ausgerollt und nun flächendeckend in die Vermarktung aufgenommen. Damit verfügt nun auch JC Decaux über die Tochter Wall AG über ein erstes digitales DooH-Netz in Deutschland. von Florian Rotberg

Wall Digital in Berliner U-Bahnhof (Foto: invidis)

Wall Digital in Berliner U-Bahnhof (Foto: invidis)

Die Berlin waren Pioniere im Bereich digitale Außenwerbung in Deutschland. Zuerst hat die Wall AG in der Berliner Friedrichstraße den ersten U-Bahnhof weltweit mit ausschließlich digitalen Werbeflächen eingeweiht. Nun ist durch den Aufbau von weiteren digitalen City Light Postern das erste flächendeckende digitale CLP-Netz Deutschlands entstanden. Im Vergleich zum Wettbewerber Ströer mit über 4.000 digitalen Werbeflächen deutschlandweit mutet das Digital Underground Berlin (DUB) getaufte Angebot noch klein an. Doch die Frequenz im U-Bahnnetz der Hauptstadt mit einer Million Nettoreichweite pro Woche ist durchaus beachtlich.

Digital Underground Berlin (DUB) deckt nun 25 U-Bahnhöfe mit 75 digitalen Werbeflächen ab: von Jungfernheide bis zum Frankfurter Tor, von Tempelhof bis zur Osloer Straße. Herzstück des Angebots bleibt die Friedrichstraße mit 14 Vitrinen und zwölf Großflächen, als zentrale Umsteigebahnhöfe sind der Alex, Mehringdamm und Wittenbergplatz hinzugekommen.

Neue Werbeformen, die eine Verbindung zwischen Plakat und Smartphone herstellen, sind mit diesem Netz ebenfalls möglich. Zudem wird die Wall mit einem Premierenplakat kostenlos über Erstaufführungen Berliner Bühnen informieren.

Nicht nur Werbung - Wall präsentiert auch Kulturhighlights (Foto: invidis)

Nicht nur Werbung – Wall präsentiert auch Kulturhighlights (Foto: invidis)

Auf allen Flächen ist auch Infotainment möglich, das aktuelle Meldungen wie etwa Wetterberichte und Nachrichten enthalten kann. Der Fahrgast kann sich aber auch während seiner Wartezeit von Clips unterhalten lassen. Insgesamt können auf den Full HD digitalen Werbeflächen jeweils bis zu sechs verschiedene Motive anzeigen werden, die je zehn Sekunden lang laufen. Zudem ist die Konstruktion robust: Der Aluminiumrahmen sorgt für Stabilität, während Sicherheitsglas den Bildschirm schützt.

Daniel Wall, Vorstandsvorsitzender der Wall AG, erklärt hierzu: „Die Vorteile digitaler Werbeflächen liegen auf der Hand: Motive und Inhalte erreichen den Kunden schneller und könnten sogar in Echtzeit mit anderen Ereignissen gekoppelt werden: Wetter, Spielstände, Wahlausgänge – je nach Tageszeit und neuesten Entwicklungen kann ein- und derselbe Anbieter verschiedene Produkte präsentieren. Daneben entfallen für digitale Werbeflächen erhebliche Teile der klassischen Logistikkette, wie Druck, Transport oder Lagerung. Stattdessen bieten sich nun der Kreativität neue und weite Spielfelder. Unsere Kunden können also rascher agieren und kurzfristiger planen. Dies alles – in Verbindung mit kreativem Bewegbild und interaktiven Umsetzungen – macht diese Werbeform so erfolgreich.“ Daniel Wall weiter: „Alle digitalen CLP sind gleichzeitig mit QR-Code, NFC und IBeacons ausgerüstet – so werden Plakataushang und Smartphone miteinander verknüpft. Unsere Werbekunden können damit intelligent kommunizieren und beispielsweise über Sonderangebote  oder Gutscheine informieren. Für die kreative Umsetzung steht unser Digital Team jederzeit zur Verfügung. Denn durch das technische Know-how, die Schnittstellen und die Einspielmöglichkeiten eröffnen sich uns und den Werbungtreibenden neue Wege. Die Digitalisierung wird auch unsere Branche umwälzen; vor allem, wenn sich die Anzahl der digitalen Werbemedien erhöht.“

2 thoughts on “DooH in Berlin: Berliner digitales U-Bahn Werbenetz erfolgreich gestartet

  1. „Die von der Wall AG entwickelten Geräte verfügen über eine besonders große Rechenleistung.“ … da fragt man sich, ob die Autoren tieferes Verständniss von der Materie haben. .. für FullHD im Portraitmodus braucht man nichts Neues zu entwickeln und vor allem nichts mit „großer Rechenleistung“ … wie auch immer … es freut mich, dass der digitale Aussenwerbemarkt mit hochwertigen Werbeträgern wächst … wir haben genug von schlechter Bildqualität durch analoge Signalweiterleitungen oder veraltete Inhalte, die noch Veranstaltungen aus der letzten Woche ankündigen. Weiter so!

    • Sehr geehrter Leser,
      lieber Lars,

      Danke für den Hinweis den wir aus dem redaktionellen Text entfernt haben. Die Einschätzung von „leistungsfähig“ liegt sicherlich im Auge des Betrachters und diese Sicht ist bei Verfassern von Pressemitteilungen naturgemäß „eingetrübt“. Denke aber das der invidis-Autor durchaus beurteilen kann ob ein Mediaplayer „leistungsfähig“ ist.

      Gruß aus München nach Hamburg
      Florian

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