DSE 2015

Google setzt mit Chrome OS auf Digital Signage

- Las Vegas | Es war kein Geheimnis mehr und doch ist der erste Auftritt von Google auf einer Digital Signage-Messe etwas Besonderes. invidis sprach darüber mit Google Managerin Vidya Nagarajan. von Florian Rotberg

Google präsentiert DS Lösung (Bild: invidis)

Google präsentiert Digital Signage-Lösung (Bild: invidis)

Es ist nicht die Advertising-, TV- oder die Android-Sparte die als erstes den Digital Signage-Markt adressieren – sondern die Chrome OS Division. In einem ersten Briefing für invidis vor Öffnung der diesjährigen Digital Signage Expo erklärte Google Managerin Vidya Nagarajan die Strategie aus Mountain View. Seit 2014 baut der Internetkonzern die Chrome OS Plattform zu einer B2B-Lösung aus. Neben Digital Signage und Kiosk fokussiert Google auch auf Videokonferenzlösungen als erste dedizierte B2B-Produkte.

Chrome OS bietet nun eine Reihe von Monitoring- und Management-Lösungen die eine weltweite Überwachung (Health Status und Steuerung) von Chrome OS Playern ermöglicht. Die als Chrome Device Management entwickelte B2B-Lösung soll nun den professionellen Einsatz von Chrome OS in großen Digital Signage-Netzwerken ermöglichen. Erste Hersteller von Chrome OS Media Player sind HP, Asus, Acer, Aopen und Dell.

Der Chrome App Builder ist ein Developer Kit das Digital Signage-Software-Anbietern hilft, ihre CMS-Lösung auf Chrome OS zu portieren. Mehr als ein Dutzend Anbieter u.a. Scala, Wondersign, Viewneo und Four Winds Interactive, sind bereits mit ihrer Lösung hier am Stand von Google präsent. Technisch sind keine exklusiven Android APIs vorgesehen, aber es bleibt natürlich CMS-Anbietern und Integratoren überlassen, eigene Lösungen zu entwickeln. Für Google ist Chrome OS und nicht etwa Android die B2B-Plattform.

Drei Google Building Blocks für Digital Signage (Bild: invidis)

Drei Google Building Blocks für Digital Signage (Bild: invidis)

Als drittes Paket präsentiert Google mit dem Chrome Sign Builder auch eine eigene Digital Signage-CMS Lösung. Sie soll sowohl Kleinunternehmer wie auch Enterprise-Kunden ermöglichen eine leistungsfähige, Chrome OS optimierte Full-Solution zu nutzen. Einen direkten Wettbewerb zu den etablierten CMS-Herstellern sieht Google Managerin Vidya Nagarajan nicht. Das ist allerdings auch in Nordamerika nicht anders zu erwarten, wo seit jeher Mischmodelle aus Direktvertrieb und mit Partnern akzeptiert sind. Ein erster Blick auf die Software-Lösung sollte den etablierten Digital Signage-CMS Herstellern aber keine schlaflosen Nächte bescheren. Der Funktionsumfang ist jedenfalls zurzeit noch recht bescheiden.

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