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Ströer segelt auf Erfolgskurs mit Online und regionalem Vertriebsteam

- Online boomt, regionale Vertriebsteams und zentrale Steuerung brachten Ströer 2014 auf die Erfolgsspur. Die ehemalige Erfolgsgeschichte Public Video / DooH fiel zurück. Weiterhin nur 10 % der OoH-Umsätze entfallen auf digitale Außenwerbung. Die großen Wachstumszeiten von DooH scheinen bei Ströer erstmal vorbei. Ein Kommentar. von Florian Rotberg

invidis Kommentar (Logo: invidis)

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Das Jahresergebnis 2014 von Ströer Media ist eine Erfolgsgeschichte (invidis Bericht) – das reflektiert unter anderem auch der Ströer Aktienkurs, der sich auf einem Allzeithoch befindet. Innerhalb der vergangenen 12 Monate stieg die Aktie von 12 EUR auf über 31 EUR. Das hatte der Anlegermarkt der langweiligen Ströer Out of Home lange nicht zugetraut. Haupttreiber ist natürlich die Wandlung vom „verstaubten“ Außenwerber zum „hippen“ Online-Vermarkter & Außenwerber, der sich auch im neuen Namen Ströer Media widerspiegelt.

Ein Blick auf die Geschäftszahlen von 2014 zeigt dann aber klar, dass Ströer immer noch vier Mal so viel Umsatz mit OoH erzielt, wie mit Online. Doch das starke Wachstum wurde insbesondere durch den strategischen Ausbau des Online Geschäfts erzielt – Ströer Digital ist nun Nummer Eins der Vermarkter laut AGOF. Die Online-Umsätze verdoppelten sich fast innerhalb eines Kalenderjahres.

Doch auch im klassischen Out-of-Home-Bereich konnte der Kölner Konzern zulegen. Hier profitierte Deutschlands führender Außenwerber von einer zentralisierten Vertriebssteuerung und ausgebauten Regionalvermarktung. Mehr als 2.000 nicht vermarktete nationale Netzwerk-Werbeflächen konnten regional erfolgreich am Markt platziert werden. Mithilfe der dediziert regionalen Vertriebsteams und der Buchbarkeit von einzelnen Werbestellen / speziellen regionalen Pakten konnte die Auslastung spürbar erhöht werden. Zunehmend setzt Ströer auch auf Vermarktungsverträge mit Drittanbietern – ein Novum.

Einziger Wehrmutstropfen bleibt die digitale Außenwerbung (DooH oder Public Video), die ein wenig aus dem Fokus geraten scheint. DooH-Umsätze entwickelten sich nur im Rahmen der gesamten Außenwerbung des Konzerns und liegen weiterhin bei knapp über 10 % des OoH-Gesamtumsatzes; netto also um die 50 Mio. EUR.

Es bleibt zu hoffen, dass Public Video nun wieder an Bedeutung gewinnt, und neue Impulse gesetzt werden. Die Wirksamkeit von DooH wurde ja gerade wieder von Ströer eindrucksvoll bestätigt. (Artikel folgt auf invidis in den kommenden Tagen.)

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