OVAB Digital Signage Summit Europe

NEC zeigt Szenarien für das Interactive Digital Signage der Zukunft

- Premium Plus-Sponsor NEC wird auf dem OVAB Digital Signage Summit Europe 2015 zeigen, wie sich Digital Signage in Zeiten von IoT, Mobile und Beacons auf eine neue Stufe der Interaktivität heben lässt – quasi zum Internet of Signage. von Thomas Kletschke

Leafengine und Screen im Einsatz am Weinregal (Foto: NEC)

Leafengine und Screen im Einsatz am Weinregal (Foto: NEC)

In diesem Jahr unterstützt NEC den OVAB Digital Signage Summit Europe als Premium Plus Sponsor. Am Stand wird Vielfalt herrschen: Hardware, Middleware und Software.

Ein Schwerpunkt ist Sensorik – und dabei landet man schnell bei Anwendungen in Retail, Digital-out-of-Home und anderen Bereichen. Der 98″ Ultra HD Screen wird als größtes Large Format Display gezeigt, ein High Brightness 47-Zöller soll ebenfalls ausgestellt werden. Der Schwerpunkt soll jedoch nicht bei den Screens liegen. Stattdessen wird NEC seine Qualitäten als Solution Provider zeigen – und die werden auf zwei 29-Zöllern präsentiert.

Bei NEC ist man überzeugt: Als Teil des Internet of Things (IoT) zeichnet sich bereits das Internet of Signage ab, eine natürliche Weiterentwicklung dessen, was heute als Interactive Digital Signage gehandelt wird. Selbstverständlich sollen solche Systeme Teil der IT-Infrastruktur sein und zusätzliche und anonymisierte Informationen zusätzlich zur Erfassung von Alter und Geschlecht von Zielgruppen über Kameras (Anonymous Audience Measurement) bringen. Idealerweise so, wie eine Website einen Nutzer tracken kann.

Basis dazu könnten zwei Entwicklungen von NEC sein: die Middleware leafengine und die Software FieldAnalyst. Beide transportieren den eigentlichen Kern der Botschaft von NEC: Innovationstreiber bleiben, Impulse geben. Digital Signage soll nicht mehr als Silo-Installation umgesetzt werden, sondern dynamisch und interaktiv werden.

Zur DNA des Herstellers gehört ein traditionell hardware-orientierter Ansatz. Der stand auch Pate, als NEC erstmals seine Middleware leafengine präsentierte. Nicht mehr und nicht weniger als eine Plattform, die Zugang zu zahlreichen Infos bietet, die von Sensoren erfasst und übergeben werden. Eine Schnittstelle, die es durchaus in sich hat.

Über die leafengine können derzeit über 40 verschiedene Sensoren angesprochen werden – etwa 100 sollen es künftig sein. Mit Sensorik muss sich ein Screen-Hersteller schon per se auskennen: das Management der Wärmeentwicklung im Display gehört dazu. Weiteres Beispiel: An- und Ausschaltvorgänge via Human Sensor, die dem Erkennen von Personen vor einem Display dienen. Seit mehreren Jahren hat NEC die Forschung im Bereich Sensorik ausgebaut.

Vorteil einer Schnittstelle wie leafengine: Sie erleichtert den verschiedenen Marktbeteiligten den Zugang und minimiert den Aufwand für Programmierung deutlich. Sie übernimmt zudem die bisher fehlende Standardisierung. Denn bis auf Branchen wie Automotive fehlt es an entsprechenden einheitlichen Standards für die Integration von Sensoren.

Szenario mit Leafengine - das erste Angebot führt zu mehr Abverkauf von Tee und wird gegen das zweite Angebot für Kekse getauscht (Grafik: NEC)

Szenario mit Leafengine – das erste Angebot führt zu mehr Abverkauf von Tee und wird gegen das zweite Angebot für Kekse getauscht (Grafik: NEC)

Interessant an der Lösung: Digital Signage- und Digital-out-of-Home-Inhalte können kontextbewusst ausgespielt werden. Art und Anzahl der Nutzungs-Möglichkeiten: potenziell unbegrenzt. So könnte beispielweise ein Lebensmitteleinzelhändler Sensoren nutzen, die den Reifegrad von Obst und Gemüse anzeigen. Via leafengine kann damit dann das Obst günstiger angeboten werden, um den Umsatz eine Zeitlang zu pushen („Das Kilo Bananen jetzt nur…“).

Ein anderes Beispiel: Entfernungsmesser können Daten liefern, wann und wie lange sich Personen in welchem Abstand vor einem Regal aufgehalten haben. Dabei stellt die leafengine jeweils die Ergebnisse an das Digital Signage-System durch. Misst etwa der Sensor bestimmte vorher definierte Temperaturen, gibt die Middleware das Ergebnis („warm“, „heiß“ „kalt“) weiter. Denn nicht die Grad Celsius-Zahl ist wichtig, sondern die Aktion, die zu einem definierten Zeitpunkt oder in einem gewissen Bereich ausgelöst werden soll.

Dass die leafengine mithilft, um aus der Information „Zug fährt in den Bahnhof ein“ eine stürmische und haarige DooH-Kampagne zu generieren, bei der der Fahrtwind einem Fotomodell die Haare zerzaust, konnte man zu Jahresbeginn auf der ISE 2015 nachvollziehen.

Eine weitere Software von NEC wird in München ebenfalls gezeigt, der FieldAnalyst. Mit der Lösung können anonymisierte Audience Measurement-Daten erhoben werden und eine Werbewirksamkeits-Analyse durchgeführt werden. Etwa: welche Zielgruppe nutzt die Abteilung für Herrenmode zu welchem Zeitpunkt? Zugleich kann verglichen werden, wie groß der Anteil der Besucher der Abteilung an der gesamten Anzahl der Kunden im Shop ist. Ebenfalls von Interesse für Markenartikler und Retailer: Wie wirkt sich die Ausspielung bestimmter Inhalte auf die Verweildauer vor dem Screen und in der Abteilung aus?

Mit Tools wie diesen lässt sich einerseits eine deutlich effektivere, anpassbare Lösung bei einem Retailer oder bei einem anderen Anwender umsetzen. Besonders in Verbindung mit zusätzlich verfügbaren Infos über die Mobil-Nutzer (Daten aus der App des Retailers) lässt sich aus dem Digital Signage-System ein großer Schritt in Richtung Nutzung von Big Data vollziehen.

Wie bei einer Website kann man auch bei den Nutzern im Laden anonymisiert feststellen und nachverfolgen, was sie dort gerade machen. Ähnlich dem Tracking von Nutzern auf einer Website, deren verhalten anonym nachvollzogen werden kann. Ist der Nutzer auf der Website eingeloggt, ist eine Nachvollziehbarkeit bis ins Detail gegeben. Eine Entsprechung am Point of Sale bietet das Pendant zu IoT oder dem Sektor Industrie 4.0 – eine Datengrundlage, um die Ladenfläche besser zu verstehen. Und Grundlage für etwas, das man das Internet of Signage nennen könnte, in Abgrenzung zu den bisherigen Formen von Interactive Digital Signage.

Das Interesse an diesen Umsetzungen ist aktuell sehr groß und auch im Tagesgeschäft von NEC spürbar. Zwei 29″ Screens werden auf dem OVAB Digital Signage Summit Europe 2015 Field Analyst und Leafengine in Aktion zeigen – letztere zusammen mit drei Beispielen für Sensoren und deren Nutzung.

Konferenztickets sind für ehemalige Teilnehmer für 472€ (netto) und regulär für 590€ (netto) hier erhältlich.

OVAB Digital Signage Summit Europe (ehemals OVAB Digital Signage Conference Munich) ist Europas führende Digital Signage- und DooH-Strategiekonferenz. Veranstaltungsort ist das Hilton Munich Airport (ehemals Kempinski), Datum der 10. und 11. September 2015.

Alle wichtigen Informationen finden Sie auf der Konferenz-Webseite: OVAB Digital Signage Summit Europe

Alle News zur Konferenz gibt es hier: OVAB Digital Signage Summit Europe // Deutsche News

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