DooH Österreich

Korrektur – Gewista will Infoscreen nicht auflösen

- Am 12. Dezember hatte invidis gemeldet, der österreichische Media Owner Gewista wolle seine Tochter Infoscreen in den kommenden drei Jahren integrieren und auflösen. Dies ist offenbar falsch, denn die Gewista dementiert dies. von Thomas Kletschke

DooH Kampagne des Werbuntreibenden Samsung auf DooH Screens in Wien (Foto: Gewista)

DooH Kampagne des Werbuntreibenden Samsung auf DooH Screens in Wien (Foto: Gewista)

Anfang dieser Woche hatten wir einen Artikel unter dem Titel „DooH Österreich Gewista wächst mit DooH, will Infoscreen integrieren“ veröffentlicht. In dem Artikel, den wir inzwischen von der Website genommen haben, ging es um das weiter gewachsene Digital-Geschäft der Gewista, den zum Januar 2017 erfolgenden Wechsel an der Spitze des Unternehmens sowie den bei der österreichischen Kartellbehörde, der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB), eingereichten Plan zur Genehmigung der geplanten Aufstockung der Anteile der Gewista am Außenwerber Ankünder.

Diese Fakten sind nach wie vor unwidersprochen. Ein Teil dieser Angaben – der sich auf das DooH Wachstum bei der Gewista 2016 bezieht – stammte, wie im Artikel auch kenntlich gemacht, aus einem Interview, das der amtierende CEO Karl Javurek der österreichischen Fachzeitschrift Horizont zum Stabwechsel gegeben hatte.

Was jedoch nach Angaben der Gewista nicht stimmt, war unsere Interpretation, die auf einem anderen Teil des oben verlinkten Interviews beruhte. Dort hatten die Redakteure von Horizont gefragt: „Ihr Nachfolger Franz Solta kommt von eben dort. Wird es nun zu einer Verschmelzung von Infoscreen und Gewista kommen?“. Vorstandschef Karl-Javurek hatte diese Antwort gegeben: „Es sind Pläne vorbereitet zur Neugestaltung des Betriebsgebäudes. Weil ja, Infoscreen gehört jetzt stärker eingebunden. Digital-Out-of-Home hat mit Infoscreen viel mehr Berührungspunkte als mit analogem Out-of-Home. Die Vorbereitungen sind eingeleitet, aber das ist ein Prozess, der die nächsten drei Jahre in Anspruch nehmen wird.“

Man konnte aus dieser Antwort herauslesen, dass die Gewista und die österreichische Infoscreen räumlich aneinander rücken und enger zusammenarbeiten wollen. Man konnte noch weitergehender interpretieren, dass diese Einbindung noch stärker forciert werden könnte, im Sinne einer kompletten Integration im Sinne der in der Frage formulierten „Verschmelzung“ – bekanntlich ist die Infoscreen ja bereits eine 100%ige Tochter. Diese letzte Lesart ist aber offenbar falsch.

Das geht aus dem Dementi der Gewista hervor, das uns gestern erreichte. Hier die Richtigstellung des Unternehmens im Wortlaut. Der Richtigstellung zufolge äußert sich Gewista CEO Karl Javurek: „Es bestehen keine wie auch immer gearteten Bestrebungen der Eigentümer der Gewista, der Gewista selbst, meiner Person sowie meines designierten Nachfolgers als CEO der Gewista, Herrn Franz Solta – welcher bis Ende des Jahres als Infoscreen Geschäftsführer fungiert – die Firma oder die Marke Infoscreen in die Gewista zu integrieren oder gar aufzulösen.“ 

Weiter heißt es: „Eine offensichtliche Fehlinterpretation einer von mir getätigten Aussage in Bezug auf Überlegung eines gemeinsamen Firmenstandortes sowie das Erschließen von Synergien von Gewista DooH-Portfolio und dem Medium Infoscreen, welche sich logisch aus dem artverwandten digitalen Verbreitungsweg ergeben, dürfte zu der nicht korrekten Annahme und diesbezüglicher Interpretation geführt haben, Infoscreen würde in die Gewista integriert und/oder als Marke aufgelassen.“

Vielmehr sei es der Fall, dass Infoscreen seit rund 18 Jahren als eigenständige Mediengattung erfolgreich am österreichischen Medienmarkt agiere und das reichweitenstärkste Nachrichtenmedium im öffentlichen Raum sei. „Infoscreen wird diesen erfolgreichen Weg auch weiterhin als eigenständiges Medium, mit vollster Unterstützung seiner Eigentümer, beschreiten.“

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