Digital Signage & Fashion

Hebt fast ab – Burberry Pop-up Store in Heathrow

- Bis Anfang August betreibt Burberry einen Pop-up Store am Airport Heathrow. Ein Heißluftballon dient dort als Blickfang. Und mit digitalen Tools sollen Nutzer besser angesprochen und eingebunden werden. von Thomas Kletschke

Mit diesem Pop-up Store zeigt Burberry Präsenz am Airport Heathrow (Foto: Burberry)

Mit diesem Pop-up Store zeigt Burberry Präsenz am Airport Heathrow (Foto: Burberry)

Ein großer und 15 m hoher Heißluftballon ist wohl das auffälligste Werbemittel, das Burberry in dem Pop-up Store installiert hat – passend zum Ort, dem Flughafen Heathrow in London. Standort ist das „Queen’s Terminal“ (Terminal 2). Gäbe es hier keine Decke und Helium im Ballon, würde der temporäre Laden wohl zumindest teilweise die Fliege machen. Die Luxus-Marke, die im vergangenen Jahr weltweit 2,8 Milliarden Britische Pfund (derzeit gut 3,26 Mrd. Euro) umgesetzt hat, erinnert mit der Installation an eines ihrer historischen Testimonials, den Air Commodore Edward Maitland.

Gemeinsam mit Auguste Gaudron und Charles Turner legte er im Jahr 1908 eine 1.117 Meilen (etwa 1.798 km) lange Strecke zwischen dem Crystal Palace in London und einem Landeplatz in Russland zurück, mit dem Ballon „Mammoth“. Maitland trug auf seiner abenteuerlichen Reise Gabardine-Bekleidung von Burberry, die ihn vor der Kälte in großer Höhe schützte – so geht zumindest die Marken-Erzählung.

Statt großer Screens – die sich ansonsten in und an großen Burberry Stores finden, oftmals auch LED Screens – setzt Burberry in seinem temporären Shop in London auf iPads. Diese sind zur Interaktion gedacht: Kundinnen und Kunden können vor der Reise individuelle Postkarten gestalten, diese ausdrucken und verschicken. Passend dazu hat man eigene Briefkästen installiert. Selbstredend können die Grüße an Verwandte und Freund aber auch digital genutzt werden, in Form eines personalisierten Videos, das die Kunden via Social Media teilen können.

Mit einem Mix aus Retail Technology, Investitionen in Mobile und IT sowie Service will der börsennotierte Fashion Retailer weiterhin auf Kurs bleiben. Anlässlich der Bekanntgabe der aktuellen Zahlen strich Burberry gegenüber Analysten und Journalisten hervor, dass man weiterhin in Omnichannel investiere – und sich das bisherige Investment in diesem Bereich auch schon ausgezahlt habe. Durch Optimierungen von Websites und Webshops und eine Kunden-App im Markt UK komme man den Kunden entgegen. Etwa 70% der Kaufentscheidungen der Konsumenten würden in irgendeiner Weise online gefällt.

Am Point of Sale erwarten die Kunden dagegen vor allem Service. Dazu wurden zahlreiche Mitarbeiter geschult und das Private Client Team sogar um 50% aufgestockt, berichtet Internet Retailing. Neue Prozesse im Beschaffungswesen haben die Digitale Transformation innerhalb des Konzerns demzufolge ebenfalls weitergebracht,

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