Digital Signage Summit Europe 2017

„Turning Data into Dollars – Shaping the Future of Analytics“

- Beim DSS Europe 2017 widmete sich das Panel „Turning Data into Dollars – Shaping the Future of Analytics“ den datengetriebenen Modellen im Bereich Retail. Es diskutierten Guido Syre (Founder and Managing Director, Rebel Partners), Mike MacMillan (Co-Founder, Shopper Lab), Michael Kimmich (CEO, echion) und Ralf Siempelkamp (Consultant).  von Thomas Kletschke

Beim DSS Europe 2017 wurden aktuelle Branchenthemen eingehend diskutiert (Foto: invidis)

Beim DSS Europe 2017 wurden aktuelle Branchenthemen eingehend diskutiert (Foto: invidis)

Die Moderation der Diskussion lag bei Stefan Schieker (Managing Partner, ResultMC). Und die war aktuell – nicht nur, weil es um Gegenwart und Zukunft der Technologien und deren Nutzung ging.

Denn wenige Tage vor der Diskussion am ersten Tag des DSS Europe 2017 hatte es in Deutschland einen medialen Aufreger gegeben, der eigentlich keiner war – der aber ein Lehrstück in Sachen Retail Technology, deren Verwendung und vor allem der Kommunikation war. Nachdem Publikumsmedien über eine Pilot-Installation von echion beim deutschen Retailer real,- berichtet hatten, die Software nutzte, um Geschlecht und Alter von vor den Displays befindlichen Kunden zu schätzen, war der Händler nach kurzer Zeit eingeknickt und hatte das Projekt gestoppt – das auf gleicher technischer Basis längst auch andernorts in Deutschland eingesetzt wird (invidis berichtete zuletzt an dieser Stelle).

Besonders in den DACH-Ländern sind Kunden offenbar deutlich sensibler, wenn es ums Thema Privacy geht. Und dieses sensible Thema entwickelt schnell eine Eigendynamik, von der Michael Kimmich berichten konnte. Generell müssten die Dienstleister und auch die Unternehmenskunden wohl noch mehr beachten, was sie wo und wie kommunizierten. Und – hierin war sich das Podium einig – es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis es in Offline einen Opt out-Mechanismus geben wird, wie in die Online-Welt schon seit längerem kennt.

Und: Aufklärung tut immer noch not. Denn, darauf verwies Mike MacMillan, Visual Analytics nutzt einen Datenstrom, und keinen Stream aus Bilddaten. Reine Metadaten sind für die Retail Analytics interessant. Nur müsse dies eben immer wieder ruhig erklärt werden.

Geht es um die Möglichkeiten und die Herausforderungen ganz allgemein, so sind noch sehr viele Möglichkeiten für die Handelsunternehmen und deren Dienstleister ungenutzt. Denn es gibt schlicht mehr Daten (-Potenzial), als bislang ausgeschöpft wird. Dies bestätigte etwa Guido Syre. Wichtig für die Analyse sei weiterhin die Frage nach der Ownership, so Syre. Auch Siempelkamp hatte auf den Punkt verwiesen: Es sei sekundär, wo Analytics in einer Handelsorganisation aufgehangen würden. Wichtig sei einzig, dass es eine zentrale Stelle gäbe, die sich des Themas verantwortlich annähme. Dies könnte das Marketing ebenso sein wie das Store Management oder ein anderes Ressort in den Unternehmen.

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