Invidis Kommentar

Happy End – Neo Advertising findet einen Partner

- Die 2003 gegründete Neo Advertising kann auf eine bewegte Unternehmensgeschichte zurückschauen. Die Genfer waren Pionier im DooH Markt und zählten zwischenzeitlich zu einem der weltweit größten DooH Media-Owner mit eigenen Netzwerken in der Schweiz, Deutschland, Spanien, Niederlanden bis hin nach Kanada. Selbst bis nach Asien hatten es das Team von Christian Vaglio-Giors und Alexandre de Senger gebracht. von Florian Rotberg

invidis Kommentar (Logo: invidis)

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Doch das weltumspannende Netzwerk weilte nur kurz – als First Mover war Neo Advertising zu früh am Markt. Die beiden Gründer und ehemaligen Investment-Banker konnten nicht ausreichend neue Investoren überzeugen, somit schmolz Neo Advertising wieder auf einen primär Schweizer DooH Netzwerkbetreiber und Vermarkter zusammen.

invidis Bericht zur geplanten Übernahme von Neo Advertising durch Tamedia

Lange war es sehr ruhig am Genfer See. Mit eigenen Netzwerken primär in der Westschweiz (Einkaufszentren) sowie dem Sahnestück Flughafen Genf war man ein etablierter local hero – mehr aber auch nicht. Die Vermarktungskooperation mit Goldbach Media brachte zusätzliche Einnahmen.

In der jüngsten Vergangenheit änderte Neo Advertising aber die Strategie. Die Plakat-Erfahrungen am Flughafen Genf sorgten dafür, dass man sich als führender Out of Home Anbieter in der Schweiz etablieren wollte. Die kleine Neo ärgerte bei Ausschreibungen die beiden Großgewichte APG und Clear Channel. Insbesondere in der Westschweiz konnte man mit Genf einen langfristigen Stadtvermarktungsvertrag gewinnen. Ab sofort klebte Neo Plakate, umweltfreundliche Dreiräder prägten das Stadtbild in der Romandie-Metropole. Erst vor ein paar Wochen konnte Neo Advertising auch einige analoge Werbeflächen in Zürich gewinnen.

Mit dem neuen Mehrheitsgesellschafter tamedia kann Neo nun ganzheitliche Cross-Media Kampagnen anbieten. Eine Strategie die Ströer in Deutschland enorm erfolgreich realisiert hat. Eine spannende Zeit für den Schweizer Markt.

Die Übernahme zeigt aber auch, dass es für DooH Pure Player jenseits von instore immer schwieriger wird alleine am Markt zu bestehen. Die Kunden erwarten heute zunehmen mehr als nur DooH.

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