DSS ISE

Warum Scala notwendige Veränderungen in die Digital Signage Branche bringt

- Im Herbst 2016 wurde Scala von Stratacache übernommen. Seitdem hat sich viel verändert, nicht nur bei Scala sondern in der gesamten Digital Signage Branche. Auch wenn einige Maßnahmen von außen primär disruptiv wirken, die von Stratacache gewählte Strategie zum End-to-End Anbieter ist konsequent. Der überaus heterogene und lokal geprägte Digital Signage Markt braucht Konsolidierung. von Florian Rotberg

Scala feierte Ende 2017 das 30. Firmenjubiläum (Foto. Scala)

Scala feierte Ende 2017 das 30. Firmenjubiläum (Foto. Scala)

US-Amerikanische Geschäftsstrategien funktionieren in Europa oft nicht – Anforderungen und Bedürfnisse unterscheiden sich in der alten Welt. So reagieren Marktteilnehmer oft auf angelsächsische Strategien.

Doch Stratacaches Ansatz „alles aus einer Hand“ anzubieten hat seinen Charme. Denn CMS-Anbieter bilden alleine nur einen sehr kleinen Teil der Digital Signage Wertschöpfungskette ab und stehen in der Kundenbeziehung nur in zweiter Reihe. Der Digital Signage Integrator ist das Gateway, er hat die Kontrolle über die Auswahl der Supplier und verantwortet das Pricing.

In einer perfekten Welt wäre genug Raum (sprich Marge) für stand-alone Digital Signage Software Anbieter. Doch die Projekte und das Umfeld haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Der ehemals ausreichende „strategische Lock-in“ der Software Anbieter reicht nicht mehr aus. CMS sind leichter ersetzbar, seitdem Kunden zunehmend eine Vielzahl von CMS (Web, Mobile, DS) zentral über Digital Media Asset Management Systeme als eine Art Middleware steuern. Ein Adobe Experience Manager übernimmt Medienübergreifend z.B. ein Großteil der bisher im Digital Signage CMS verwalteten Aufgaben. Googles Digital Signage Lösung ist viel mehr als nur ein CMS.

Zukünftig erfolgreiche Digital Signage Integratoren müssen vielmehr anbieten als nur DS. Digital Touchpoints in einer Omni-Channel Welt müssen „Seamless Experiences“ liefern. Dazu benötigt es die volle Kontrolle über Software und Hardware sowie eine enge Verknüpfung mit anderen digitalen Systemen.

Sprung in neue Märkte (Foto: invidis)

Sprung in neue Märkte (Foto: invidis)

Somit ist der End-to-End Ansatz von Stratacache eine erfolgsversprechende Strategie. Denn nun rückt man in die erste Reihe mit direkter Kundenbeziehung, bietet sowohl Software als auch Hardware und Services an. Scala bekommt Kontrolle über einen Großteil der Wertschöpfung und kann zentral Margen optimieren.

Über die Art und Weise wie Scala mit den eigenen Partnern – das bis dahin besten Partner Eco-System der Digital Signage Branche – verfahren ist, gibt es in der Branche unterschiedliche Ansichten.

Ehrlich muss aber auch erwähnt werden, dass der Strategiewechsel von einem Software-Anbieter zum einem Full-Service System Integrator nicht ohne Schmerzen zu realisieren ist. Denn die perspektivisch mangelnde Wertschöpfung eines reinen Software-Anbieters lässt sich nur mit einer Umverteilung der Aufgabenteilung erreichen.

Was Stratacache in Zukunft plant, welche zusätzlichen Services die Digital Signage Wertschöpfungskette erweitern können und was neue Marktteilnehmer wie Diversified in Deutschland und Europa planen diskutiert invidis mit Branchengrößen auf der DSS ISE.

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One thought on “DSS ISE: Warum Scala notwendige Veränderungen in die Digital Signage Branche bringt

  1. Ich sehe hier den Wunsch nach Optimierung des eigenen Wertschöpfungsanteils ohne Berücksichtigung der reellen Marktsituation. Für viele erfolgreiche Digital Signage Projekte ist m.E. eine sehr individuelle auf den Kunden zugeschnittene Leistung die Voraussetzung gewesen. Diese kann nur dann erbracht werden, wenn man sehr dicht am Kunden ist und lernt seine Bedürfnisse zu verstehen. Am Ende heißt das, man muss den gesamten Projektverlauf eng mit einem Team von Experten begleiten, um den Erfolg sicherstellen zu können. Hier sehe ich Scala derzeitig und in naher Zukunft (noch) nicht.

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