DSS ISE

Einblicke in den größten unbekannten Systemintegrator

- Stratacache ist seit der Übernahme von Scala auch in Europa ein Begriff. Der größte Wettbewerber dagegen noch so gut wie ein Geheimtipp. Im DSS ISE Kamingespräch sprach invidis mit John Melillo, President Digital Media von Diversified. von Peter Beck

DSS ISE John Melillo Diversified (Foto: invidis)

DSS ISE John Melillo Diversified (Foto: invidis)

Diversified ist mit 650 Millionen USD Jahresumsatz neben Stratacache eines der Schwergewichte des nordamerikanischen Digital Signage-Marktes. Doch die Strategie der vor den Toren New York Citys beheimateten Diversified unterscheidet sich fundamental vom Wettbewerb. Diversified setzt nicht auf eine eigene Software sondern bietet eine ganz Handvoll an CMS-Lösungen ihren Kunden an. Insbesondere in der Unabhängigkeit („software agnostic“) sieht Melillo einen großen Vorteil. „Wir bieten unseren Kunden die für ihn passende Software an, nicht nur die Lösung die man inhouse hat“. Mit dem klassischen kundenorientierten Digital Signage-Geschäft erzielt Diversified knapp 100 Millionen USD. Der große Rest umfasst AV, Broadcast und Hosting – wobei man als Dienstleister das technische Backbone für einige große Anbieter von Digital Signage-Software betreibt.

Ähnlich wie Stratacache setzt Diversified auf Akquisition von Wettbewerbern. Mehr als 10 Übernahmen hat man in den vergangenen Jahren gestemmt, wobei die Mehrzahl komplementäre Anbieter waren. Insbesondere geografisch hat man sich verstärkt.

Für die Expansion nach Europa zielt Melillo erstmal auf Allianzen. Direkte Übernahmen sind zurzeit nicht geplant, allerdings mittelfristig auch nicht ausgeschlossen. Durchaus eine Rolle spielt die Zertifizierung von Mitarbeitern und Partnern. In Nordamerika hält Diversified mehr als ein Dutzend Zertifizierungen, wobei das CTS-Zertifikat von Avixa/Infocomm eine wichtige Rolle spielt.

Spannende Einblicke gab Melillo auch in den nordamerikanischen Pitch-Prozess: 3D-Visualisierungen von Installationen sind elementar um Kundenwünsche und Angebot rechtzeitig abzugleichen. Neben Renderings setzt Melillo verstärkt auch auf Content/Experience-Storyboards. „Natürlich muss der Kunde für unsere inhouse-erstellten Konzepte zahlen. Das eine oder andere Projekt verlieren wir auch, aber unsere Ideen und Konzepte leben oft weiter.“

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