DooH

Ströer meldet 20% Umsatzwachstum in Q1 – DooH wichtiger Wachstumstreiber

- Marktführer Ströer meldet erneut eine positive Umsatzentwicklung für das erst Quartal 2018 und bestätigt das Ganzjahresziel von EUR 1,6 Mrd. Umsatz. Vor acht Jahren hatte Ströer mit Public Video das erste relevante nationale DooH-Markt gestartet – 2018 hat sich Public Video zu einer wichtigen Säule im Portfolio der Kölner entwickelt, die auch im leicht schwächelnden OoH-Markt spürbar Wachstum liefert. von Florian Rotberg

Ströer OoH-Kampagnen Q1 (Foto: Ströer)

Ströer OoH-Kampagnen Q1 (Foto: Ströer)

Der Konzernumsatz von Ströer wächst im Q1 2018 deutlich um 20 Prozent von 281 Millionen Euro auf 337 Millionen Euro. Bereinigtes Quartalsergebnis entwickelt sich deutlich positiv um 42 Prozent von 21 Millionen Euro auf 29 Millionen Euro. Das organische Umsatzwachstum lag bei 6,8 Prozent.

Ströer hat in den vergangenen Monaten das eigene Produktportfolio um das neu geschaffene Segment „Direct Media“ erweitert und damit seine strategische Zielsetzung untermauert, integrierte Angebote entlang des Marketing- und Salesfunnels sowie der kompletten Customer Journey anzubieten. Dazu zählen insbesondere auch die beide 2017 übernommenen DooH-Spezialisten – Neo Advertising Hamburg (PoS wie EDEKA) und der Vermarkter UAM.

Die Verstärkung durch die stark performancegetriebene Dialogmediensparte unterstreicht das strategische Ziel von Ströer, das kundenzentrierteste Medienunternehmen zu sein. Aufgrund dieser strategischen Geschäftserweiterung hat die Ströer Gruppe die Segmentstruktur neu geordnet. Neben dem neu geschaffenen Segment „Direct Media“ komplettieren „Content Media“ und „OOH Media“ die angepasste Segmentstruktur des Medienhauses Ströer. Das Segment „OOH Media“ vereint die ortsbasierte Out-of-Home-Werbung – national und international. Das Segment „Content Media“ beinhaltet sämtliche Digital-Aktivitäten wie Content, Vermarktung und Publishing.

„Wir konnten im ersten Quartal 2018 wie erwartet einen erfolgreichen Start in das Geschäftsjahr verzeichnen und nachhaltig profitabel wachsen. Unsere Finanzkennzahlen haben sich gut entwickelt. Diese Entwicklung und die nachhaltigen, starken Ergebnisse zeigen, dass sich unsere Strategie auszahlt“, sagt Udo Müller, Gründer und Co-CEO von Ströer. „Wir bestätigen unsere Guidance 2018 von rund 375 Millionen Euro Operational EBITDA vor IFRS Effekten bzw. 535 Millionen Euro Operational EBITDA unter Berücksichtigung der Effekte von IFRS 11 und 16, bei einem Gesamtkonzernumsatz von rund 1,6 Milliarden Euro.“

„Mit unserer neuen Segmentstruktur tragen wir der strategischen Geschäftserweiterung um die Dialogmediensparte Rechnung. Wir können mit unseren Kunden nun auch über gesamthafte Lösungen auf Performance-Basis sprechen – von orts- oder contentbasierter Reichweite über das gesamte Spektrum des Dialogmarketings bis hin zur finalen Transaktion und Kundenbindung“, sagt Christian Schmalzl, Co-CEO von Ströer. „Wir schaffen damit die Voraussetzung für weiteres profitables Wachstum unseres Unternehmens.“

Geschäftssegmente

Die Ströer Gruppe hat zum 1. Januar 2018 ihre Segmente „OOH Deutschland“ und „OOH International“ zu einem neuen Segment „OOH Media“ zusammengefasst. Gleichzeitig wurde das bisherige Segment „Ströer Digital“ in die beiden neuen Segmente „Content Media“ und „Direct Media“ aufgeteilt. Durch diese neue Segmentierung wird der Geschäftsexpansion Rechnung getragen.

DooH / Public Video ist somit von nun an Teil des Segments „Content Media“ – wobei Public Video für 70% der Umsätze des Bereichs Video verantwortlich ist.

Content Media

Im ersten Quartal 2018 konnte das Segment „Content Media“ bei einem organischen Umsatzwachstum von 9,1 Prozent seine Umsatzerlöse weiter von 115,9 Millionen Euro auf 123,2 Millionen Euro ausbauen. Dabei gestaltete sich die Entwicklung mit Blick auf die einzelnen Produktgruppen durchgehend positiv.

Die Produktgruppe Video wurde sowohl durch eine robuste Nachfrage nach Bewegtbildformaten im öffentlichen Raum (Public Video) wie auch nach Online Videos beflügelt. Auch der Bereich Display stieg im ersten Quartal dieses Jahres moderat an. In der Produktgruppe Digital Marketing Services machte sich vor allem das Geschäft mit Abonnement-Modellen (Statista) sowie der lokalen Vermarktung digitaler Produkte bei kleinen und mittleren Kunden (Regiohelden) positiv bemerkbar.

Direct Media

Das neue Segment Direct Media beinhaltet die Produktgruppen Dialogmarketing und Transactional. Vor dem Hintergrund der neu erworbenen Unternehmen im Bereich Dialogmarketing bestehen im Hinblick auf diese Produktgruppe jedoch noch keine Vergleichszahlen für das erste Quartal des Vorjahres. Unterdessen wird die Integration und Restrukturierung der neu erworbenen Unternehmen in diesem Bereich weiter vorangetrieben. Bereinigt um die Veräußerung des Vitalsana-Geschäfts im Dezember 2017 und die Aufgabe von eCommerce-Geschäften, hätte die Produktgruppe Transactional einen starken Umsatzanstieg von rund 17 Prozent um ca. 6 Millionen Euro erwirtschaftet. Demgegenüber verzeichnete die Produktgruppe im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres einen Rückgang der Umsatzerlöse in Höhe von 5,9 Millionen Euro auf 27,5 Millionen Euro. Dabei konnte vor allem das Geschäft mit eigenen Produkten wie Asam Beauty und Ströer Products deutliche Zuwächse verbuchen.

OOH Media

Die bisherigen Segmente „OOH Deutschland“ und „OOH International“ wurden zum 1. Januar 2018 im neuen Segment „OOH Media“ vereint. In diesem neuen Segment OOH Media legten die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2018 bei einem organischen Umsatzwachstum von 2,4 Prozent auf 141,3 Millionen Euro zu. Ungeachtet der saisonalen Effekte in Q1, die zu einem leicht abgeschwächten Umsatzwachstum im Segment führten, wird das Unternehmen die Wachstumszielmarke der vergangenen Jahre im mittleren einstelligen Prozentbereich für das Gesamtjahr 2018 erreichen.

Mit Blick auf die einzelnen Produktgruppen gestaltete sich die Entwicklung uneinheitlich. So musste der Bereich Großformate nach Beendigung des Werberechtsvertrags für die Stadt Istanbul und vor dem Hintergrund der erheblichen Abwertung der türkischen Lira beträchtliche Einbußen in der Türkei hinnehmen.

Auch die Produktgruppe Street Furniture, die im Wesentlichen nationale sowie internationale Kundengruppen adressiert, vermeldete im abgelaufenen Quartal leicht rückläufige Umsätze gegenüber dem Vorjahr.

Demgegenüber bewegte sich der Bereich Transport, der nahezu ausschließlich im deutschen Außenwerbemarkt tätig ist, leicht über dem Vorjahreswert. Noch deutlicher hinzugewinnen konnte die Produktgruppe Sonstige. Intensivierte lokale Vertriebsaktivitäten und zukunftweisende, digitale Produkte wie Roadside Screens tragen zur insgesamt positiven Entwicklung des Segments bei.

Im Kontext der gestiegenen Umsatzerlöse hat auch das Operational EBITDA weiter von 61,1 Millionen Euro auf 65,1 Millionen Euro zugelegt. Die Operational EBITDA-Marge zog von 44,6 Prozent auf 46,1 Prozent an.

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