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invidis Kommentar

Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört

Frei nach Willy Brandt „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört“ – die Plattformintegration von Broadsign und Ayuda ist aus Kunden- und Branchensicht sinnvoll. Ein invidis-Kommentar.
Neue Plattform entsteht - Broadsign Ayuda Facts Figures (Foto: invidis)
Neue Plattform entsteht – Broadsign Ayuda Facts Figures (Foto: invidis)

Die Übernahme von Ayuda durch Broadsign ist eine logische Schlussfolgerung der Branchenentwicklung der letzten Jahre. DooH-Netzwerkbetreiber müssen in einem zunehmend programmatischen und plattformübergreifenden Markt das Inventar in Real-Time voll digital managen. Die Zeiten von Insellösungen für die Verwaltung, den Verkauf und die Bereitstellung von OoH-Werbung unabhängig vom Format sind mit den engen Verknüpfungen von SSP und DSP vorbei.

Die OoH-Branche erzielten im Jahr 2018 weltweit Bruttowerbeerlöse in Höhe von 38,6 Milliarden US-Dollar. Zum ersten Mal stammen laut PWC 2018 Media & Entertainment Report 50% des Umsatzes aus DooH-Kampagnen. Broadsign-Kunden wie JC Decaux haben 2018 über 13 Milliarden Werbemittel mit 52 Milliarden Impressionen ausgeliefert. Ayuda liefert dazu die Businesslösung für das Backend. Zu den Kunden zählen neben Ströer auch AdShel und VMO (beide Australien), Astral, Outfront Media und Rouge Media (alle Kanada), VGI Global Media (Thailand) und Vyoma (Indien).

Der Markt wird den Merger detailliert verfolgen, da nun Ströer (Ayuda) und JC Decaux (Broadsign) auf den gleichen Plattformbetreiber setzen. Auch wenn Broadsign und Ayuda zurzeit noch getrennte Welten sind, werden die Lösungen sicherlich zu einer einzigen Plattform mit angeschlossenem Marktplatz integriert. Für Agenturen heißt das, an Broadsign/Ayuda kommen diese in Zukunft nicht mehr vorbei. In jedem Fall müssen die Schnittstellen stehen. Bekommt die DooH-Branche nun durch die Hintertür einen CMS-Standard. Der eine oder andere in der Agenturwelt würde sich das sicherlich wünsche. Für konkurrierende CMS-Anbieter wird der Markt härter.

Aus unserer Sicht fehlt jetzt nur noch die Integration von Hivestack in die kombinierte Braodsign/Ayuda-Plattform. Das Team um Ayuda-Gründer Andreas Soupliotis haben die Datenthematik für DooH in einer Lösung zusammengefasst.  Aus Milliarden von anonymisierten Mobilfunk-Datenpunkten externer Datenlieferanten errechnet Hivestack in Echtzeit einen „Nirvana-Score“, der die Basis für Geofencing Kampagnen sind.