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DooH

Von Videokunst zu Digital Signage

Der Time Tower am Flughafen Los Angeles zählt zu den bekanntesten DooH-Sonderinstallationen. Seit 2013 nutzen Marken den LED-Touchpoint für aufwändige Kampagnen. Mit einem Upgrade des Medienservers wird die Content-Erstellung nun stark vereinfacht.
Time Tower am Flughafen LAX (Foto: JC Decaux)
Time Tower am Flughafen LAX (Foto: JC Decaux)

Bereits 2013 launchte der Los Angeles International Airport eine einzigartige DooH-Installation im Tom Bradley International Terminal und war damit ein Trendsetter für die Flughafenbranche. Eine der herausragenden Attraktionen des Terminals ist der 22m hohe, 4-seitiger LED-Turm. Der Time Tower getaufte Aufzugturm ist mit 10mm und 6mm Pixel Pitch LED von Daktronics ummantelt und das visuelle Highlight einer ganzen Reihe von digitalen Touchpoints.

Nach sechs Jahren Betrieb wurde nun die Zuspielinfrastruktur komplett erneuert. Damit einher kommt ein Quantensprung für das Content Management. Bisher musste jede Contentschleife komplett aufwändig gerendert werden, auch wenn nur ein Spot ausgewechselt wurde. Hintergrund: Der Time Tower war mehr als Videokunst Objekt geplant mit aufwändigen, preisgekrönten Videocontent. Auch Premium DooH-Kampagnen wurde von Vermarkter JCDecaux mehr als Total-Domination vermarktet und nicht als eine Reihe von unterschiedlichen Kampagnen verschiedener Werbekunden.

Mit dem Austausch der Hardware – natürlich reicht hier nicht ein einfacher Mediaplayer – beamt sich LAX in die digitale Neuzeit. Von Videokunst zu Digital Signage.

Eingesetzt wird am Time Tower ein RealMotion Server des gleichnamigen kanadischen AV-Spezialisten. Das neue System ermöglicht nun auch interaktive Inhalte und vereinfacht die Verwaltung und Erstellung von Inhalten.

„Der LAX Time Tower wurde schnell zu einem weltberühmten Projekt für digitale Medien, weil er in gewisser Weise die Designströmungen anregte, die wir heute noch sehen. Allerdings können selbst die bekanntesten Installationen mit fortschreitender Technologieentwicklung verbessert werden“, sagte Platt. „Allein der Platzbedarf zeigt die technische Weiterentwicklung. Der neue Server benötigt nur noch 20% der Rackfläche bei mehr als doppelter Performance. Die Kombination dieser Funktionen mit der neuesten Version von ISAAC, einer integrierten Planungs- und Automatisierungsplattform von Smart Monkeys, verleiht dieser ikonischen Installation noch viele weitere Jahre Freude für Reisende“.

Der Spitzname Time Tower stammt von einigen der originalen Videokunstwerke mit stimmungsvollen Grafiken, die von einem virtuellen Glockenturm oder Zifferblatt inspiriert sind, das oben auf den Displays gezeigt wird. Während die künstlerischen Inhalte gleichgeblieben sind, bringt der Upgrade auf die neuste Generation von RealMotion-Servern deutlich mehr Performance.

„Der Time Tower ist ein komplizierter visueller Touchpoint mit unkonventionellen Seitenverhältnissen“, fügte Platt hinzu, „Dies trägt zur Herausforderung für Content-Ersteller bei. Durch das visuelle Rendering-System von RealMotion haben wir das Bereitstellungsformat und die Prozesse vereinfacht. Dies bringt auch Vorteile für Werbetreibende, Medienunternehmen und Betreiber, da diese neuen Tools die Kosten und den Aufwand für die Produktion von Inhalten in diesen nicht-traditionellen Formaten senken werden.“

Ein weiterer Vorteil des neuen Servers ist die Vereinfachung der Übergänge zwischen den Inhaltsteilen. Bisher erforderte das Ändern Interstitials ein erneutes Rendern des gesamten Inhaltsteils mit einem neuen Anfangs- oder Endübergang. Nun können diese Interstitials aus den vorhandenen Contentstücken zusammengesetzt werden, ohne dass die Originale bearbeitet oder überarbeitet werden müssen. Es ist eine kostengünstige Lösung für den Betreiber, der regelmäßig Inhalte austauschen und neu planen muss.

RealMotion ist eine Ausgründung des preisgekrönten Digitalstudios Float4 und agiert heute als unabhängiges Technologieunternehmen, das seine RealMotion-Produktlinie an Audiovisionäre auf der ganzen Welt vermarktet.