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Vodafone testet Mobilfunk-Mühle

Nicht nur im Digital Signage Markt suchen Anbieter und Nutzer kontinuierlich nach neuen Energiesparmaßnahmen. Insbesondere die Einführung der neuen 5G-Mobilfunktechnologie ist eine Herausforderung – zusätzliche Mobilfunkstandorte sind notwendig. Vodafone testet nun ein Miniwindkraftanlage an Funktürme. (mit Video)
Vodafone testet Windkraftanlagen an Mobilfunkmasten (Foto: Vodafone)
Vodafone testet Windkraftanlagen an Mobilfunkmasten (Foto: Vodafone)

Vodafone Deutschland will Mobilfunk umweltfreundlich gestalten: mit neuen Technologien und innovativen Energie-Konzepten. Mit 5G werden die steigenden Datenmassen zukünftig deutlich effizienter übertragen. Allerdings erhöht sich auch die Anzahl der Antennenstandorte mit 5G spürbar. Für den Betrieb von Mobilfunk-Stationen setzt Vodafone jetzt verstärkt auch auf neue Formen der Energiezufuhr.

Bis 2022 bringt Vodafone seine Netze zu 100 Prozent auf grünen Strom. Zudem setzt der Mobilfunkkonzern ab sofort verstärkt auf neue Formen der Energiezufuhr für Mobilfunk-Stationen: In Torgelow startet Vodafone jetzt gemeinsam mit dem Start-up Mowea die erste Windkraft-Mobilfunkstation Deutschlands.

Mobilfunk-Antennen und Windräder haben etwas gemeinsam: Beide Technologien benötigen Höhe, um effektiv zu arbeiten. Ein guter Grund, Netz und Windenergie zusammenzubringen: Vodafone startet jetzt Deutschlands erste Windkraft-Mobilfunkstation. Dafür stattet die Düsseldorfer Mobilfunker heute einen ersten LTE-Standort in Torgelow (Mecklenburg-Vorpommern) mit vier Mikro-Windturbinen vom Start-up Mowea aus. 50 Meter über dem Boden haben Netz- und Windkraft-Experten erstmals das modulare Windkraft-System direkt an einer Mobilfunk-Station installiert.

Mowea ist ein Berliner Greentech Start-up, das sich auf die Entwicklung modularer und intelligenter Windkraft-Systeme spezialisiert hat. Die Mowea-Idee ist an der Technischen Universität in Berlin geboren. Das Ziel: Die Standardisierung von Kleinwindkraft, um diese für Unternehmen flexibel und wirtschaftlich zu gestalten. Die Windkraft-Systeme von Mowea können einfach und kostengünstig transportiert und installiert werden. Eine Plug & Play Schnittstelle ermöglicht eine simple Integration zum Energiemanagement-System eines Mobilfunk-Standortes.

Vodafone testet Windkraftanlagen an Mobilfunkmasten (Foto: Vodafone)
Vodafone testet Windkraftanlagen an Mobilfunkmasten (Foto: Vodafone)

In Torgelow kommt ein solches nachrüstbares Windkraft-System erstmals in Deutschland kommerziell zum Einsatz. Der Mobilfunk-Betrieb der LTE-Station funktioniert hier durch den Einsatz der jeweils mehr als einen Meter großen Windräder ab sofort CO2-neutral.

„Wir wollen zunehmend neue Energiequellen nutzen, um Netz ins Land zu bringen. Dafür ist es wichtig gemeinsam mit unseren Partnern frühzeitig erste Erfahrungen im Alltag zu sammeln“, so Vodafone CEO Hannes Ametsreiter. So stattet Vodafone in einem ersten Schritt bis zum Jahr 2021 weit mehr als 1.100 Mobilfunk-Stationen mit Solaranlagen aus. Hinzu kommt jetzt erstmals die Energieversorgung per Windkraft. „Die Datenmengen, die durch unsere Netze rauschen wachsen rasant. Unser Ziel ist es auch diese unvorstellbaren Datenmengen so intelligent und energieeffizient wie möglich zu übertragen.“

Vodafone testet Windkraftanlagen an Mobilfunkmasten (Foto: Vodafone)
Vodafone testet Windkraftanlagen an Mobilfunkmasten (Foto: Vodafone)

„Mowea hat sich das Ziel gesetzt Kleinwindkraft zu standardisieren und flexibel nutzbar zu machen. Unser modulares Windenergiesystem setzt gezielt auf skalierbare Industrieanwendungen, um für Unternehmen ihre CO2-Emissionen, aber auch ihre Energiekosten zu senken. Wir wollen Vodafone dabei helfen Mobilfunk so intelligent und effizient wie möglich zu realisieren. Green-Data ist ein wesentlicher Schlüssel für eine nachhaltige digitale Entwicklung. Wir freuen uns auf die Zukunft“, so Mowea CEO Dr. Till Naumann.

Vodafone testet Windkraftanlagen an Mobilfunkmasten (Foto: Vodafone)
Vodafone testet Windkraftanlagen an Mobilfunkmasten (Foto: Vodafone)