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H&M Flagship

Generation Greta verändert Digital Signage

Skandinavien gibt Einblick in die sich stark verändernden Gesellschaftstrends Richtung Umweltschutz, Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung. Vom Flugscham bis Kleidervermietung. Die Einflüsse auf Digital Signage sind weitaus größer als die Branche ahnt.
Neuer H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Neuer H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)

Modefans, die eine der häufig wechselnden Kollektionen verpasst haben, bekommen nun bei H&M eine zweite Chance. Der schwedische Fast Fashion Konzern testet in seinem neuen Stockholmer Flagshipstore erstmals Kleidervermietung. H&M in Stockholm bietet Stammkunden die Möglichkeit ausgewählte Kleider und Röcke aus den Conscious Exclusive Kollektionen aus den Jahren 2012 – 2019 für besondere Anlässe  zu mieten.

Mieten statt Kaufen - H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Mieten statt Kaufen – H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Mieten statt Kaufen - H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Mieten statt Kaufen – H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Mieten statt Kaufen - H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Mieten statt Kaufen – H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)

Loyalty-Kunden vereinbaren einen Termin mit einem Stylisten im Rentalbereich, um im Rahmen einer persönlichen Beratung eines der ausschließlich aus nachhaltigen Materialien produzierten Stücke auszuwählen und für die Dauer einer Woche zu mieten. H&M Member können bis zu drei Teile gleichzeitig mieten, zu einem Preis von umgerechnet 35 Euro pro Stück.

Fashion: H&M wird digital(er)

Um Kundinnen und Kunden zu inspirieren, Produkte weiter zu nutzen und zu recyceln, wird der letzte Woche eröffnete Flagshipstore auch ein Atelier mit Reparatur-Service bieten, in denen Lieblingsteile ausgebessert oder aufgewertet werden können. Natürlich dürfen zum einzigartigen Einkaufserlebnis auch ein kuratiertes Sortiment sowie eine Beauty Bar und ein Café-Konzept nicht fehlen.

Auch Digital Signage wird im neuen Flagship eingesetzt – allerdings weniger für klassische Signage Informations-Usecases sondern zur Inspiration mit kundengenerierten Content (Instagram etc).

Änderungsschneiderei im H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Änderungsschneiderei im H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)

Szenenwechsel an den Flughafen von Stockholm, der seit Jahresbeginn (Januar – Oktober 2019) einen Rückgang an Fluggästen von 8% zu verzeichnen hat. Insbesondere auf inländische und grenzüberschreitende Kurzstreckenflüge verzichteten viele Schwede; Flugscham ist auch wegen dem Hype um Greta Thunberg weltweit ein Begriff geworden. (SZ-Artikel)

Was bedeuten die gesellschaftlichen Veränderungen für Digital Signage?

Nachhaltigkeit, Stromverbrauch und längere Nutzungsdauer werden bereits bei der Konzeption von Digital Signage Projekten immer wichtiger. Und das Nachhaltigkeitstrends nicht alleine für Skandinavien gelten zeigt auch das Beispiel Adidas Flagship in London. Die über einhundert digitalen Touchpoints wurden nach ökologischen Gesichtspunkten ausgewählt und werden ausschließlich mit Ökostrom betrieben. (eine ausführliche invidis Site Inspection folgt in den kommenden Tagen)

Digital Signage Anbieter und Integratoren müssen sich intensiv mit nachhaltigen Konzepten beschäftigen, energiesparende Komponenten einsetzen und insbesondere auch Betriebskonzepte nach ökologischen Gesichtspunkten ausrichten. Dazu gehört auch die Tatsache offen anzusprechen, das DirectView LED im Vergleich zu Displays oder Projektoren nicht besonders grün sind. Aber mit feinjustierter Helligkeitsmanagement und weniger weißen / hellen Content lassen sich auch bei DirectView LED erhebliche Betriebskosten einsparen.

Viel Potential steckt auch im Lifecycle Management von Displays & Co. Professionelle Displays können durchaus nach fünf Jahren noch an weniger prominenten Stellen eingesetzt werden. Oder ein zweites Leben via Remarketing bekommen – vorausgesetzt eine Art von Anbieter-Garantie oder Austausch kann angeboten werden.

Immer wieder hören wir aus der Praxis das integrierte Helligkeitssensoren in Highbrightness Displays bei der Installation deaktiviert werden. „Der Kunde möchte kein adaptiv angepasste Helligkeit im Schaufenster“ heißt es von Seiten der Integratoren. Diese Einstellung zu Brand Image vs. Energiekosten ändert sich zur Zeit und sollte auch in Bestandsprojekten regelmäßig hinterfragt werden.

Die Generation Greta bringt viele Veränderungen auch in die B2B-Welt. Doch Veränderungen bietet auch neue Potentiale für die Marktteilnehmer die die Veränderungen aktiv mitgestalten.

invidis wird ausführlich auf der DSS ISE am 12. Februar in der Keynote über die neusten Trends und die Auswirkungen berichten und mit skandianavischen Digital Signage Playern die ersten Erfahrungen diskutieren.

Mieten statt Kaufen - H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Mieten statt Kaufen – H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Sensoren an der Decken und Displays auf der Fläche - H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Sensoren an der Decken und Displays (nicht im Foto) auf der Fläche – H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)

H&M verwandelt Stockholm-Flagship Store

Am Wochenende öffnete H&Ms Sergels Torg Flagshipstore im Herzen von Stockholm nach einer umfassenden Renovierung wieder die Türen. Kunden erkennen den Store kaum wieder – selten war es sichtbarer wie sehr H&M ihre Verkaufsflächen an die veränderten Kundenbedürfnisse anpasst.

Der Flagship bietet völlig neue Einkaufserlebnisse. Nicht nur das Modefans die Möglichkeit haben, einige Kleidungsstücke zu mieten, einschließlich Brautkleider. Sondern das Geschäft bietet den Kunden auch die Möglichkeit, geliebte Old-Fashion-Favoriten reparieren zu lassen. Auch die verlängerten Öffnungszeiten ermöglichen neue Experiences für Kunden an einer im Store integrierten Beauty-Bar und einem Kaffeewagen.

„Der Sergels Torg Store bietet den Kunden ein inspirierendes Einkaufserlebnis mit einem kuratierten Sortiment und einem aktualisierten Interieur mit warmen natürlichen Materialen und viel Grün. Kunden können an Self-Service-Kassen einfach und schnell bezahlen und sich von anderen Kunden inspirieren lassen. Dazu hat H&M mehrere Displays im Store installiert die mit „consumer generated content“ wie H&MxME-Bildern die Fashion Storys der Kunden erzählen. H&M Stores sollen zukünftig den Kunden etwas Besonderes bieten, das so online auf der Website oder mobil nicht zu erleben ist.

Zu den Neuheiten im Flagship zählt die H&M Beauty Bar von Dashl, in der sich Kunden werktags bereits ab 07.30 Uhr vor der Arbeit ihr Styling für Haare, Nägel und Make-up bekommen.

Neuer H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Neuer H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Kinderecke - Papier und Stifte anstelle von iPads - auch das ist der neue H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Kinderecke – Papier und Stifte anstelle von iPads – auch das ist der neue H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Cafe Corner neuen H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Cafe Corner neuen H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Beauty ab 07:30h - neuer H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)
Beauty ab 07:30h – neuer H&M Flagship in Stockholm (Foto: H&M David Thunander/Thunander at GMail.com)