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JC Decaux & DooH

Mit Digital zu Grün

JC Decaux erzielt weltweit bereits 25% seines Umsatzes mit Digital. Im Bereich DooH ist Großbritannien mit Abstand stärkster Markt und trägt allein 70% des Umsatzes. Neben der wachsende Bedeutung bei Umsatz und Gewinn tragen die Digital Signage basierten Werbeträger aber auch dem Umweltschutz bei. So die erstaunliche Rechnung von Jean-François Decaux, Co-CEO des französischen OoH-Weltmarktführers diese Woche auf dem WEF in Davos. (mit Video)
JC Decaux CEO im Interview (Foto: Screenshot CMBC)
JC Decaux CEO im Interview (Foto: Screenshot CMBC)

Großbritannien bleibt mit großem Abstand der am weitesten digitalisierte Out of Home Markt der Welt. Über 2/3 der Werbeumsätze werden mit digitalen Werbeträgern erzielt – Mehr als irgendwo sonst. Die Besonderheiten des britischen Marktes – die Dominanz des Großraum London und der Londoner Flughäfen in der Werbevermarktung – tragen ein großes Stück dazu bei. Doch auch die Innovationsfreude, liberale Genehmigungsverfahren für großformatige DooH-Leuchtturm Installationen im öffentliche Raum und die Nähe vieler weltweit renommierter Agenturen macht London zur weltweiten DooH-Hauptstadt. Oder, wie Jean-François Decaux es bei CNBC nennt, zum „Digital Showcase der Welt“.

Doch auch andere Zahlen lassen aufhorchen: JC Decaux erzielt 70% der Umsätze im Bereich Digital in nur fünf der 82 Länder, in denen die Franzosen aktiv sind. Daraus folgt, das auch DooH bisher nur in einigen reifen Werbemärkten eine relevante Rolle spielt – Das weltweite Wachstumsportal ist riesig.

Trendthema Green Signage

Besonders interessant sind die Aussagen des CEO zum Thema Umweltschutz die natürlich in Davos im Jahre 2020 nicht fehlen durften. Green Signage, Sustainability und ressourcenschonendes wirtschaften führen die Agenda der meisten der weltweit agierenden Konzerne. So auch bei JC Decaux.

Bereits 75% der von JC Decaux verbrauchten Energie ist Ökostrom. Bis 2022 sollen es 100% sein. Mit der Nutzung von Ökostrom endet allerdings noch nicht die Sustainability-Agenda von JC Decaux. Laut Jean-François Decaux reduziert das Unternehmen sogar den weltweiten Energieverbrauch net/net, indem statische Werbeflächen durch eine geringere Anzahl an digitalen Flächen ersetzt werden. Heute betreibt JC Decaux noch über 1.1 Millionen Werbeflächen weltweit – diese Zahl soll schrumpfen indem weniger, aber dafür qualitativ hochwertigere DooH-Werbeflächen installiert werden.

invidis Kommentar von Florian Rotberg

Ein steile These die JC Decaux da aufstellt, den weltweiten Energieverbrauch mit Digital Signage basierten Touchpoints zu reduzieren. Statische Großflächen und Citylightposter (CLP)  mit LED-Beleuchtung verbrauchen sicherlich erheblich weniger Strom als Highbrightness-LCD oder sogar LED-basierte Werbeflächen. Die Rechnung kann nur aufgehen, wenn alte weniger effizient beleuchtete analoge Werbeträger durch wenige energieeffiziente LCDs ersetzt werden.

In jedem Fall ist es lobenswert, das Energieverbrauch auch in der Out of Home Welt auf der Tagesordnung steht. Auch viele Marktbegleiter von JC Decaux setzen zunehmen auf effiziente Werbeträger mit Ökostrom.

Auch invidis hat sich das Thema Green Signage für 2020 auf die Agenda geschrieben. Unsere kommende DSS ISE Konferenz am 12. Februar beschäftigt sich bereits intensiv mit Green Signage und Lösungen gegen Display Shaming. Bis zur DSS Europe im Juli in München werden wir gemeinsam mit der Industrie ein Green Signage Weißbuch erarbeiten. Viele Ideen, technische Ansätze und operative Handlungsempfehlungen haben wir bereits. Die Branche ist eingeladen sich aktiv zu beteiligen.