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ISE 2020

Concept identifiziert die Trendthemen der ISE

Android, digitales Lernen, ultrakompakte Formfaktoren bei Signage-Playern und Player mit Intel-Alternative – Diese vier großen Trendthemen identifizierte Concept International auf der ISE 2020 in Amsterdam. Die Trends durch die Brille des Value Added Distributors im Überblick.
Impressionen ISE 2020 (Foto: invidis)
Impressionen ISE 2020 (Foto: invidis)

1. Digitales Lernen in Unternehmen und Schulen
Die Preise für großformatige und hochauflösende Displays mit Touchfunktion sind soweit gefallen, dass sie für ein breiteres Unternehmenspublikum erschwinglich werden. Darüber hinaus investieren Staaten, darunter Deutschland mit dem „Digitalpakt Schule“, aktuell stark in die Digitalisierung ihres Bildungssystems. Das sind zwei Gründe, warum das digitale Lernen ein großes Thema der diesjährigen ISE war. Denn die Digital-Signage-Welt hat einerseits die Produkte, etwa digitale Whiteboards, also Touch-Displays mit integrierten OPS-PCs, und andererseits das Wissen, wie digitales Lernen, aber auch kreative Zusammenarbeit in Unternehmen und Schulen umgesetzt werden können.

Concept International zeigte passend zu diesem Trendthema ein Schulungs-Präsentationssystem bestehend aus drei Komponenten: einem 32 Zoll großen IPS-LCD-Panel, ein oder zwei seitlich vom Display angebrachte intelligente Tablet-Docking-Stationen mitsamt Tablets und dem mittels OPS-Slot im Display integrierten Screen-Mirroring-Receiver AirServer Connect.

2. CPU-Alternativen in der Prozessorkrise
Angesichts der CPU-Krise, die die Branche nach wie vor umtreibt, waren Messebesucher auf der Suche nach Digital-Signage-Playern mit Alternativen zu Intel-Prozessoren. Concept konnte die Neugierde dieser Besucher mit dem Signage-PC Giada DM6 wecken. Seine Leistung bezieht der PC von einem Ryzen Prozessor von AMD. Graphische Unterstützung erhält der Vierkerner durch die Radeon Vega 8 GPU. Vier HDMI-Buchsen prädestinieren den DM6 für Menü-Boards und kleine Video-Walls.

Dennoch bleiben Intel CPUs bei vielen Integratoren erste Wahl. Für diese Messebesucher hatte Concept den voraussichtlich im Sommer erhältlichen DF68 von Giada in Amsterdam dabei. Der ultrakompakte Signage-Player wird von einem Intel Core i5 Prozessor der elften Generation angetrieben. Der lüfterlose PC versteckt sich mit dem nur 20 mm dicken Chassis im Booksize-Format hinter nahezu allen Displays, unter Decken oder in schlanken Kiosksystemen.

3. Signage-Player haben längst nicht ausgedient, sie schrumpfen bloß
Das große Interesse der Messebesucher an Digital-Signage-Playern zeigt, dass Player längst nicht ausgedient haben. Auch wenn Display-Hersteller mit konsolidierten Lösungen werben. Den Grund sieht Thomas Schmidt, Business Development Manager bei Concept, in der besseren Handhabbarkeit von Playern gegenüber integrierten Lösungen auf Display-Basis, gerade bei großen Stückzahlen: „Bei Problemen lassen sich externe Digital-Signage-PCs viel einfacher und kostengünstiger warten beziehungsweise austauschen. Zudem sind spezialisierte Digital-Signage-Player auf den 24/7-Dauerbetrieb ausgelegt, etwa mit einem integrierten Watchdog, der konstant überwacht, ob der Player läuft und falls das nicht mehr der Fall sein sollte, einen Neustart auslöst. Integratoren wollen an der Player-Front Ruhe haben. Und das geht momentan am besten durch eine Kombination von Screen und externem Mini-PC.“

4. Android ist erwachsen geworden, auch in der Digital-Signage-Welt
Android entwickelt sich auch in der Digital-Signage-Welt zu einer echten Alternative zu Windows. Das liegt einerseits an seiner lizenzfreien Nutzung, was wesentlich günstigere Stückpreise bei Playern oder Displays ermöglicht. Weitere Gründe sind die hohe Performance und Verlässlichkeit, der geringere Wartungsaufwand und die Vertrautheit der Benutzer von ihren Consumer-Geräten.

„Nahezu alle Software-Anbieter aus dem Digital-Signage-Bereich haben heute eine Android-Version in petto“, weiß Thomas Schmidt. Concept hat für Android-Interessierte den DN73 von Giada in seinem Produktportfolio. Der Signage-Player nutzt eine ARM-Konfiguration und soll einen vergleichsweise preisgünstigen Einstieg in das 4K-Signage-Universum darstellen.