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Kiel

Kraftwerk wird zum Segler-Kino

Die Stadtwerke Kiel suchten nach einer Möglichkeit ihr direkt an der Kieler Börde liegendes Gaskraftwerk für die Bürger attraktiv zu gestalten. Mit Hilfe eines Licht & Designstudios wurde das Kraftwerk zur Kinoleinwand für Segler und Zuschauer in der 1,5km entfernten Altstadt.
Projektion am Kraftwerk Kiel (Foto: Epson)
Projektion am Kraftwerk Kiel (Foto: Epson)

Es ist bereits dunkel, die Segler an Deck ihrer Boote auf der Kieler Förde haben sich warm angezogen, ihre Snacks bereitgestellt und im Radio die Tonspur ausgewählt. Sie ankern vor dem Ostufer und schauen gebannt in Richtung des großen Küstenkraftwerks. Zwar ist Europas modernstes Gasmotorenheizkraftwerk vom Wasser aus nett anzusehen – dennoch zieht es die Segler aus einem anderen Grund auf die Kieler Förde: die über 600m² große, zum Wasser weisende Fassade der Motorenhalle des Gebäudes dient als riesige Leinwand.

Mithilfe eines 30k Lumen Projektors von Epson (EB-L30000) zeigen die Stadtwerke auf dieser ungewöhnlichen Leinwand über das ganze Jahr hinweg ein abwechslungsreiches (Licht-)Programm. Auf der Wand wurden so beispielsweise zwischen dem 20. und 25. April in regelmäßiger Folge Ausschnitte unterschiedlicher Filme des Int’l Ocean Film Festivals Kiel Cinemare gezeigt. Auch Partnerunternehmen haben wie die Stadtwerke die Möglichkeit, mit diesen aufmerksamkeitsstarken Projektionen Interesse für kommende Events und Aktionen zu schaffen.

Projektion am Kraftwerk Kiel (Foto: Epson)
Projektion am Kraftwerk Kiel (Foto: Epson)

Für September wird dann an dieser Stelle das zweite Seglerkino geplant, ein Event, der letztes Jahr als neuer Programmpunkt der Kieler Woche entwickelt wurde, um den besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie zu begegnen. Britt Mielke, Unternehmenskommunikation (K-k), erläutert die Installation: „Wir möchten als Kieler Stadtwerke mit unseren kleinen und über das Jahr verteilten Bespielungen in Form von Imagewerbung und angedachten Partnerideen Präsenz für unser Unternehmen in Kiel schaffen und als regionaler Energieversorger mit Licht bewusst unsere eigenen und individuellen Akzente setzen.“

Bevor die Motorenhalle des Kraftwerkes aber als Projektionsfläche dienen konnte, hatte das Team um Thomas Dera, Leiter Gebäudemanagement der Stadtwerke Kiel, einige Hürden zu überwinden. Dera erklärt: „Bei der Planung dieser Installation gab es eine Fülle Vorschriften zu beachten, denn es handelt sich bei der Förde um eine viel befahrene Wasserstraße. Eine Verwechslung der Vorführungen mit Verkehrssignalen muss dabei ebenso ausgeschlossen werden wie eine Behinderung der Berufsschifffahrt durch ankernde Boote. Schließlich hatten wir auch Auflagen hinsichtlich des Umwelt- und Insektenschutzes zu beachten.“

Projektion am Kraftwerk Kiel (Foto: Epson)
Projektion am Kraftwerk Kiel (Foto: Epson)

Ein Epson EB-L30000 Projektor wurde rund 50 Meter vor der Wand des Kraftwerkes, sehr nahe am Wasser stehend, im Freien installiert. Zu seinem Schutz steckt er in einem Outdoorgehäuse von Outdoorbeamer und widersteht auf diese Weise dem Salzwasser und teilweise harschen Witterungsbedingungen der Kieler Förde. Als Material für den rund 120 kg schweren Trumm dient als Hauptbestandteil Aluminium. Zusätzlich zu dem Heiz- und Kühlsystem gibt es noch einen 35 mm dicken Wärme- und Kälteschutz.

Christian Meyer, Geschäftsführer von Outdoorbeamer erklärt: „Weil der Epson für seine Leistung außerordentlich kompakt ist, konnten wir sein klimatisiertes Schutzgehäuse relativ klein halten und zusätzlich Teile der verbauten Netzwerktechnik sowie unseren Mediaserver PROmapr darin unterbringen.“

„Diese Installation ist ein voller Erfolg für die Stadt und die Stadtwerke Kiel“, erläutert Dera. „Als klar war, dass wir diesen Standort für den Projektor langfristig behalten können, wurde an uns der Wunsch herangetragen, hier beispielsweise auch die Filme des bekannten Filmfestivals Cinemare zu zeigen, dem wir sehr gerne nachkommen. Darüber hinaus sind auch noch viele weitere Projekte denkbar. Aber auch weitere Ideen, die Hand in Hand mit einer neuen Ausleuchtung der Schornsteine des Kraftwerkes gehen, wurden schon entwickelt.“