Zuallererst: Die IAA Mobility war keine normale Messe. Aber als erste Großveranstaltung zum Ende der Pandemie ein mutiger Versuch, wieder ein Stück Normalität zurückzubringen. Teil dieses Konzepts waren Messepräsenzen im Freien inklusive Zutrittsbeschränkungen. Nur ein paar Autos passten auf die für IAA-Verhältnisse kleinen Messestände. Aber mit strengem Design und großen LED-Installationen zauberte Audi mit House of Progress einen Markenpalast in die historische Location am Münchner Wittelsbacherplatz.
Der Hingucker war die große LED-Außenfassade die dank des Winkels den Eingang markierte und Wartende informierte und unterhielt. Der Digital Content war – wie es von Premium-Automobilhersteller nicht anders zu erwarten ist – sensationell und perfekt auf das Event und das Design des Messestandes abgestimmt.
Im Inneren des nach allen Seiten offenen Standes eröffnete sich für den Besucher eine Art moderne Automobil-Kathedrale: wenige Fahrzeuge vor deckenhohen LED-Wänden. Highlight und Hingucker war natürlich die Konzeptstudie Grandsphere Concept, die auf einer Drehbühne, von außen nicht einsehbar, präsentiert wurde.
Der Content auf den LED-Wänden war ruhig und zurückhaltend und bot in Formen und Farben eine Einheit mit der Architektur. Nicht das große WoW von schnellen Bildschnitten und prallen Farben stand im Vordergrund, sondern ruhige, aber trotzdem den Raum definierende Inhalte.
Der Einsatz von LED war alternativlos unter freiem Himmel, denn teilweise schien die Spätsommer-Sonne direkt in den Stand rein. Projektion oder Displays hätten nicht funktioniert. Natürlich durften auch die digitalen Carstands von Audi (wenn auch mit zusätzlichen QR-Codes verschlimmbessert) und der Car-Konfigurator der neuesten Generation nicht fehlen .