Digitalpolitik

Eco-Allianz fordert Masterplan Digitalisierung

Die Organisation des eco-Verbands sieht die Entwicklung digitaler Infrastrukturen als eine der wichtigsten Aufgaben einer neuen Bundesregierung. Das beinhaltet auch die Themen Smart City und digitale Bildung.
„Bedeutung digitaler Infrastrukturen für Wachstum und Nachhaltigkeit sollte in Koalitionsverhandlungen auf den Tisch kommen“ - Volker Ludwig, Co-Sprecher eco-Allianz (Foto: eco)
„Bedeutung digitaler Infrastrukturen für Wachstum und Nachhaltigkeit sollte in Koalitionsverhandlungen auf den Tisch kommen“ – Volker Ludwig, Co-Sprecher eco-Allianz (Foto: eco)

Die Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen, eine Vereinigung unter dem Dach von eco, dem Verband der Internetwirtschaft, fordert von der zukünftigen Bundesregierung umfassende Pläne, um die bevorstehende, notwendige Digitalisierung auch umsetzen zu können. „Die Bedeutung digitaler Infrastrukturen für Wachstum und Nachhaltigkeit sollte in Koalitionsverhandlungen auf den Tisch kommen“, sagt Allianz-Co-Sprecher Volker Ludwig von Interxion. Auch im nächsten Koalitionsvertrag müsse das Thema eine zentrale Rolle spielen.

Digitale Infrastrukturen seien das Fundament für eine nachhaltige Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft. Als Basisinfrastrukturen der Digitalisierung würden leistungsfähige Rechenzentren – neben einem gut ausgebauten Gigabitnetz – erheblichen Einfluss auf die aktuelle und zukünftige wirtschaftliche wie auch soziale und gesellschaftspolitische Entwicklung des Landes haben.

„Digitalministerium am besten geeignet“

„Die nächste Bundesregierung braucht einen Masterplan Digitalisierung, der die Wirkungspotenziale der Digitalisierung für unseren Wirtschaftsstandort sowie für die großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre – wie etwa die Bildung und dem Umgang mit dem Klimawandel – strategisch und ressortübergreifend in ein digitalpolitisches Grundsatzprogramm übersetzt“, führt Volker Ludwig. Entlang der dort definierten Leitlinien sollten alle weiteren politischen Entscheidungen getroffen werden.

Ein federführendes Digitalministerium sei aus Sicht der Internetwirtschaft am besten dazu geeignet, solche Zusammenhänge im Blick zu behalten und für eine konsistente Digitalpolitik zu sorgen.

Infrastrukturen für Smart City

Der eco-Verband hat zudem in einer internetpolitischen Agenda die fünf wichtigsten digitalpolitischen Aufgaben formuliert. Für die digitale Transformation des Bildungssystems hält eco beispielsweise den Ausbau digitaler Lern- und Lehrangebote und der Stärkung der Medienkompetenz von Lehrkräften für essenziell. Daneben sei die Förderung grundlegender Informatik- und IT-Kenntnisse in allen Bereichen schulischen Lernens und mithilfe individueller Weiterbildungen wichtig.

Der Ausbau digitaler Infrastrukturen und der Austausch von Daten seien zudem Top-Themen, die unter anderem Konzepte wie die Smart City erst ermöglichen.

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