Autonome Stores

Żabka überholt Amazon Go in Europa

In Zusammenarbeit mit Aifi eröffnete die Żabka Group in Polen bereits 27 autonome und kassenlose Stores. Viele weitere sollen folgen - unter anderem als Shop-in-Shop-Variante und mit fortgeschrittener Zahlungsmethode.
Den autonomen Store Żabka Nano gibt es in Polen bereits 27-mal. (Foto: Żabka Group)
Den autonomen Store Żabka Nano gibt es in Polen bereits 27-mal. (Foto: Żabka Group)

Alle sprechen von Amazon Go sowie von Pilot-Stores der hier bekannten Marken Rewe, Aldi & Co. Der zurzeit größte Anbieter von autonomen, Checkout-freien Stores in Europa sitzt jedoch in Polen: Die Supermarktkette Żabka hat bereits 27 Filialen seines KI-gesteuerten Modells Żabka Nano in verschiedenen polnischen Städten installiert.

Das Nano-Konzept wurde zusammen mit dem Retail-AI-Spezialisten Aifi entwickelt, der unter anderem bereits mit Aldi, und Carrefour zusammengearbeitet hat. Der erste Store wurde im Juni 2021 in Poznań eröffnet, mittlerweile gibt es Nano-Stores in Gdańsk, Krakau, Piaseczno, Poznań, Sopot und Warschau. Im ersten Quartal 2022 will die Gruppe insgesamt ein Dutzend weitere Nano-Filialen eröffnen.

Im Inneren eines Żabka Nano Stores (Foto: Żabka Group)
Im Inneren eines Żabka Nano Stores (Foto: Żabka Group)

Dank der kamerabasierten KI-Lösung von Aifi, die keine biometrischen oder Gesichtsdaten speichert, erkennt das System die entnommenen Waren automatisch, die Zahlung wird ebenfalls automatisch beim Verlassen des Geschäfts abgewickelt. Anfangs funktionierte das über die hauseigene App Zappka, mittlerweile können Personen auch mittels anderer gewöhnlicher Zahlungskarten die Shops betreten und die Zahlung abwickeln. Hierfür bekommt der Kunde nach dem ersten Einkauf eine Textnachricht auf eine vorher hinterlegte Nummer, um die Transaktion zu bestätigen.

Die Gruppe entwickelte verschiedene Nano-Formate: Den Store gibt es zum Beispiel als traditionelles Ladengeschäft, aber auch als eigenständige, auf Containern basierende Verkaufsautomaten und als Store-in-Store-Modell. Je nach Format bietet der Store zwischen 450 und bis zu 1.500 Produkte, auch von der Żabka-Eigenmarke.

In die Fitnessstudios und Baumärkte

„Wir arbeiten ständig an der Weiterentwicklung und Verbesserung des einzigartigen Konzepts des Żabka Nano. Wir konzentrieren uns auf seine Flexibilität; somit sind wir in der Lage, mehr autonome Verkaufsstellen zu eröffnen, sowohl an stark frequentierten Orten wie streng regulierten Stadtzentren oder U-Bahnhöfen als auch in großflächigen Geschäften. Außerdem sind wir weltweit die ersten, die ein Konzept entwickelt haben, bei dem man den Laden mit einer Zahlungskarte betreten kann“, sagt Tomasz Blicharski, Geschäftsführer von Żabka Future, dem Business Incubator der Group.

Gerade was die Store-in-Store-Variante angeht, sieht die Żabka Group viel Potenzial. Hier hat sie bereits Partnerschaften mit anderen Unternehmen geschlossen, unter anderem mit Decathlon und der polnischen Fitness-Kette Zdrofit. Die jüngste Kooperation ist ein Zabka Nano im Baumarkt Leroy Merlin Gigamarket in Warschau.

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