Im Herbst 2021 wurde Zeta Display für eine Unternehmensbewertung von knapp 100 Mio. Euro vom britischen Finanzinvestor Hanover von der Börse genommen. Nun steht mit Trison der nächste der europäischen Top 4 Digital Signage-Integratoren zum Verkauf.
Der in Madrid ansässige Finanzinvestor Portobello Capital, mit 70 Prozent größter Anteilseigner am Digital Signage-Integrator, hat die kanadische Investmentgruppe Canaccord Genuity als Finanzberater für den Verkauf von Trison beauftragt.
Trison ist als Digital Signage-Integrator weltweit tätig und zählt die Inditex-Gruppe (Zara), Fnac, Starbuck, C&A sowie Porsche zu seinen wichtigsten Kunden. In Deutschland ist Trison mit einem Projektmanagementbüro in Stuttgart vertreten.
Portobello ist 2017 mit der Übernahme von 70 Prozent der Anteile in Trison eingestiegen und sucht nach fünf Jahren nun den Ausstieg. Finanzinvestoren beteiligen sich in der Regel nur für ein paar Jahre an einem Unternehmen und suchen spätestens rechtzeitig vor dem Auslaufen der aufgelegten Fonds den Ausstieg.
Portobello hat in den vergangenenWochen einen Wettbewerb zwischen großen in Spanien tätigen Investmentbanken veranstaltet, um den Finanzberater auszuwählen, der den Verkaufsprozess steuern soll. Die Gruppe hofft auf eine Bewertung von 200 Mio. Euro für den 1999 in La Coruna gegründeten Integrator.
Im Jahr 2021 lag der Umsatz von Trison bei rund 60 Mio. Euro mit einem Bruttobetriebsergebnis (EBITDA) zwischen 14 und 15 Mio. Euro. Eine Bewertung von 200 Mio. Euro entspricht etwa einem 14x EBITDA-Multiple.
Das Unternehmen beschäftigt 250 Mitarbeiter und arbeitet außerdem mit 2.200 Installateuren in 112 Ländern zusammen. Die Gruppe verwaltet fast 2.500 Projekte pro Jahr. Seit dem Einstieg von Portobello übernahm Trison führende Integratoren in Frankreich (TMM), Großbritannien (Beaver) und die spanische Digitalagentur Necsum.