SoC

Geschichtsstunde mit SignageOS

München | Von 2015 bis heute: SignageOS veranschaulichte auf dem DSS Europe 2022, wie sich die Leistung von System-on-Chip im Laufe der Jahre steigerte – mit originalgetreuen Screens.
Lukáš Daněk (l.) und Stan Richter von SignageOS vor dem SoC-Showcase (Foto: invidis)
Lukáš Daněk (l.) und Stan Richter von SignageOS vor dem SoC-Showcase (Foto: invidis)

Mit einem spannenden SoC-Showcase, der die Leistungsentwicklung von System-on-Chip-Displays über die Jahre zeigt, präsentierte sich SignageOS auf dem DSS Europe 2022. Hierfür präsentierte der DS-Middleware-Spezialist für jede SoC-Generation einen Screen, auf dem die damals möglichen Creatives zu sehen waren – beginnend mit 2015. „Jeder Screen ist vom Originaljahr“, betont CEO Stan Richter. Der Content sollte absolut detailgetreu dargestellt werden, nicht künstlich über Emulatoren.

Der SoC-Shpwcase auf dem DSSE 2022 (Foto: invidis)
Der SoC-Showcase auf dem DSSE 2022 (Foto: invidis)

SoC 2015

SoC 2015 (Foto: invidis)
SoC 2015 (Foto: invidis)

Hier holte SignageOS den Screen extra aus einem alten Lagerhaus, um eine Original-Hardware zu benutzen.

Der Screen zeigt eine Slideshow aus zwei statischen Bildern. Das war für SoC 2015 das höchste der Gefühle. Theoretisch hätte man auch Videos abspielen können, aber nur mit einem dazwischenliegendem Gap von 3 Sekunden, in denen der Screen schwarz geblieben wäre. Daher stufe SignageOS diese Anwendung als nicht applikabel ein.

SoC 2016

SoC 2016 (Foto: invidis)
SoC 2016 (Foto: invidis)

2016 kommen Videos dazu. Im unteren Teil des Showcase-Screens von 2016 wurde ein Video gezeigt. Dieses Bewegtbild war damals ein großer Schritt für die SoC-Technologie.

SoC 2017

SoC 2017 (Foto: invidis)
SoC 2017 (Foto: invidis)

2017 sind neben den Videos auch Animationen möglich. Es wird der gleiche Content wie 2017 gezeigt, aber die Produkte kommen und gehen mit einem Fade-in/Fade-out. „Animationen belasten die Rechenpower deutlich mehr als Videos“, betonte Stan Richter.

SoC 2018-2021

SoC 2018 - 2021 (Foto: invidis)
SoC 2018 – 2021 (Foto: invidis)

Ein entscheidender Schritt: Zu den animierten Inhalten kommt die Fähigkeit für HTML5-Anwendungen. Der Content wirkt gleich, doch ist er in HTML angezeigt und damit dynamisch und leicht veränderbar. Wenn ein Produkt nicht mehr verfügbar ist, kann es per HTML leicht ersetzt werden. Das wäre zuvor deutlich schwieriger gewesen. „Auch die Entwickler tun sich leichter, den Content anzupassen“, erklärt Lukáš Daněk, CPO von SignageOS. „Mit HTML5 bewegen wir uns in Richtung Business Critical.“

SoC 2022

SoC 2022 (Foto: invidis)
SoC 2022 (Foto: invidis)

Nun sind multiple Videos hinzugekommen: 5 davon, für einzelne Produkte, werden simultan auf dem Screen gespielt, teilweise überlappen sie sich. Der Content ist exakt derselbe, der auf dem folgenden Screen mit dem Mediaplayer gezeigt wird.

Auch hinter den Kulissen hat sich einiges getan. Mit dem 2022-SoC lassen sich nun auch weitere Funktionen wie die Ansteuerung von Sensoren realisieren, ohne an Qualität zu verlieren.

Fachwissen nötig

Der Mediaplayer im Vergleich (Foto: invidis)
Der Mediaplayer im Vergleich (Foto: invidis)

Damit sind in den meisten Anwendungen die SoC-Systeme denen mit Mediaplayern ebenbürtig geworden. Doch ist fundiertes Wissen nötig, um die SoCs in anspruchsvollen Szenarien einzusetzen. „Der Mediaplayer hat genug Leistung, dass er alle diese Anforderungen problemlos erfüllt“, sagt Stan Richter. Beim SoC müsse man von Fall zu Fall kalkulieren, ob die Applikation hierfür geeignet ist.

Einen ausführlichen Fachartikel zur Leistungssteigerung von SoC finden Sie im invidis Jahrbuch 2022, das ab dem 11. Juli auf invidis.de kostenlos erhältlich ist.