Pelosi-Attacke

Doch mehr Screens betroffen

Die Spekulationen über den Hackerangriff in Taiwan gehen weiter: Die Beleidigungen an Nancy Pelosi könnten in allen 7-Eleven-Stores Taiwans ausgestrahlt worden sein. Weiterhin gilt China als Hauptverdächtiger.
Beleidigung an Nancy Pelosi vor chinesischer Flagge: hier wird die Politikerin als "alte Hexe" bezeichnet. (Foto: Facebook/ Wang Hao-yu)
Beleidigung an Nancy Pelosi vor chinesischer Flagge: hier wird die Politikerin als „alte Hexe“ bezeichnet. (Foto: Facebook/ Wang Hao-yu)

Die Cyber-Attacke gegen Nancy Pelosi in Taiwan vergangenen Mittwoch könnte weitreichender gewesen sein, als die ersten Berichte verrieten – obwohl das Ausmaß des Hackerangriffs immer noch unklar ist.

Die amerikanische Broadcasting-Gesellschaft ABC hatte den Mann kontaktiert, der als einer der ersten Fotos von den gehackten Screens auf seinem Facebook-Profil veröffentlicht haben soll. Es handelt sich dabei um Wang Hao-yu, einen 32-jährigen Geschäftsmann aus Kaohsiung und ehemaligen Abgeordneten der Stadt Taoyuan. Nach seinen Angaben soll die Attacke mehr als 6.000 7-Eleven-Filialen getroffen haben.

Wie Wang Hao-yu der ABC erklärte, hätten ihm Dutzende von Menschen in ganz Taiwan Bilder von gehackten Displays geschickt. Laut Dave Haynes, Autor des Digital Signage-Blogs Sixteen-Nine, sei es wahrscheinlich, dass die Hacker sich über das CMS Zugriff zu allen Screens aus dem 7-Eleven-Netzwerk beschafft haben. Überall dieselben Nachrichten auszustrahlen sei einfacher als nur einige Locations zu selektieren. Offizielle Bestätigungen gibt es nicht.

Während des Staatsbesuch von Nancy Pelosi in Taipeh zeigten gehackte DooH-Screens im öffentlichen Bereich beleidigendes Messaging an, das die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses unter anderem als „alte Hexe“ bezeichnete. Seitens Taiwan und den USA wird die chinesische Regierung hinter dem Angriff vermutet. Verschiedene Berichte hatten erklärt, es handele sich bei der gehackten Software um ein chinesisches CMS.

Taiwan: DooH-Hacker beschimpfen Nancy Pelosi