Projektion

Renaissance einer Technologie

Technische Verbesserungen führten bei der Projektion für Digital Signage-Anwendungen zu einem erweiterten Anwendungsspektrum. Vor allem bei kurzfristigen Projekten, aber auch im Einzelhandel.
Projection Mapping in Barcelona während der ISE 2002 (Foto: invidis)
Projection Mapping in Barcelona während der ISE 2002 (Foto: invidis)

Der technologische Fortschritt hat die Möglichkeiten für Projektionssysteme in Digital Signage-Projekten erweitert – ob für riesige, fassadenfüllende Flächen oder für winzige Animationen, die auf Produktdisplays im Einzelhandel gebeamt werden. Zu den Fortschritten gehören:

  • Laser, die die herkömmlichen Lampen ersetzt haben. Das verlängert die Betriebsdauer erheblich und verringert den Wartungsbedarf.
  • Projektoren, die hell genug sind, um scharfe, satte Bilder zu liefern. Sie sind mittlerweile viel erschwinglicher, und die Hersteller können viel mehr Lumen aus deutlich kleineren Systemen herausholen.
  • immer intelligentere, stärker automatisierte Software, welche die Komplexität von Mapping-, Stacking- und Edge-Bending-Projektionen drastisch reduziert. Spezielle Anforderungen sind nun leichter umzusetzen; ebenso Arbeiten, die früher viel Fachwissen, Zeit und Geld erforderten.

Projektion ist jetzt eine viel validere Option für Digital Signage-Projekte, und in einigen Fällen ist sie aufgrund einiger einzigartiger Mixed-Reality-Fähigkeiten die am besten geeignete – zum Beispiel dank der Möglichkeit, ein physisches Display zu ergänzen, indem digitale Bilder darauf oder in seine Nähe gebeamt werden.

Projektion im invidis Jahrbuch

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus einem ausführlichen Fachartikel über Projektion von Dave Haynes, Sixteen-Nine, dem Contentpartner von invidis. Den gesamten Artikel lesen Sie im invidis Jahrbuch 2022. Laden Sie sich in unserer Downloadsektion das Jahrbuch kostenlos herunter – in Deutsch oder in Englisch.

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Als Beispiel kann an eine Bekleidungs- oder Schuhmarke dienen, die die wichtigsten Eigenschaften eines Artikels oder der gesamten Marke hervorheben und erklären will. Der herkömmliche Ansatz könnte ein klassischer, rechteckiger Screen sein, der über, neben oder vielleicht sogar hinter dem Produktdisplay angebracht wird. Dieses Display kann eingebaut und in gewisser Weise integriert sein, aber es ist immer noch ein Screen an einer Merchandising-Position.

Projektor, inszeniert mit Projektion: ISE-Stand von Epson (Foto: invidis)
Projektor, inszeniert mit Projektion: ISE-Stand von Epson (Foto: invidis)

Mit der Projektion kann diese konventionelle Produktanzeige digitale Elemente enthalten, die neben und um ein Produkt herum erscheinen und wieder verschwinden, wie zum Beispiel Call-out Nachrichten oder Pop-up-Videos. Pflanzenranken können scheinbar aus einem Schuh herauswachsen, Staub und Schmutz können in einem Staubsaugerkopf verschwinden.

An einem sicheren Ort

Bei der Projektion kann das Produkt als Leinwand dienen; die visuellen Elemente werden präzise so zugeordnet, dass sie nur auf dem Gegenstand zu sehen sind – sei es eine Schaufensterpuppe, ein Haushaltsgerät oder ein Möbelstück.

Schönes Beispiel einer Retail-Projektion im Sport Schuster, München (Foto: invidis)
Schönes Beispiel einer Retail-Projektion im Sport Schuster, München (Foto: invidis)

Der Einsatz von Projektion minimiert auch eine der größten Herausforderungen, die LED-Videowände mit sich bringen – die Gefahr von Beschädigungen. Die herkömmliche LED-Videowandtechnologie ist von Natur aus anfällig, da sie leicht beschädigt oder umgestoßen werden kann, insbesondere in belebten Umgebungen wie dem Einzelhandel und dem öffentlichen Nahverkehr.