Starbucks

Kleinstes Menüboard der Welt

Seoul | Starbucks liebt es oft noch analog – „das gute alte europäische Kaffeehaus kommt ja auch ohne Displays aus“. Doch spätestens seit der Pandemie und dem Siegeszug von Drive Thru hat die Kette dem Digital-Detox abgeschworen und investiert in Digital Signage. In Korea entdeckten wir das vielleicht das kleinste Menüboard der Welt.
Kleinste Menüboard der Welt bei Starbucks in Korea (Foto: invidis)
Kleinste Menüboard der Welt bei Starbucks in Korea (Foto: invidis)

Während die Displays bei Starbucks im Drive Thru nicht hell und groß genug sein können, bleibt es im Restaurant noch immer recht analog. Auch wenn zunehmend viele Franchisenehmer die Digitalisierung der Menüboards auf eigene Kappe nehmen. Das Angebot bei Starbucks hat sich in den vergangen Jahren immens geändert. In den USA sind teilweise bereits 80 Prozent der verkauften Produkte Kaltgetränke – von wegen Kaffeekette.

Kleinste Menüboard der Welt bei Starbucks in Korea (Foto: invidis)
Kleinste Menüboard der Welt bei Starbucks in Korea (Foto: invidis)

Typisch und Teil des Kundenerlebnis sind die vielen Personalisierungsoptionen und der Aufruf des Namens, wenn die Bestellung fertig zubereitet ist. Doch in Zeiten von App-Bestellungen ist das Ausrufen der Namen nicht mehr zeitgemäß. Deshalb optimierte Starbucks den Abholprozess mit Hilfe von Digital Signage. Die abholbereiten Drinks mit Bestellnummer werden auf Displays angezeigt. Von Bestellung bis zum Abholen – Starbucks hat alle Prozesse digitalisiert.

In Seoul entdeckten wir in einem Reserve-Flagship das vielleicht kleinste Menüboard der Welt. Nur handbreit hoch und geschätzte 20 Zentimeter lang, muss der Gast schon wissen, wo die Informationen zu finden sind. Gesteuert wird das Display über das PoS-System des Barista, angesteuert und mit Strom versorgt über ein PoE-Netzwerkkabel. Wir sind gespannt, ob das kleinste Display der Welt bald auch außerhalb von Korea zu sehen sein wird.

Starbucks reduziert Store zum Pick-up Point: Convenience schlägt Experience:

Starbucks in historischem Ambiente

Der amerikanische Kaffeekette betreibt 1600 Stores in Korea im Joint-Venture mit dem südkoreanischen Einzelhandelskonzern Shinsegae. Im Gegensatz zu vielen anderen Starbucksländern verzichtet man in Südkorea weitestgehend auf Digital Signage. Ein bemerkenswertes Restaurant eröffnete vor wenigen Tagen in einem historischen Gebäude in Daegu. Das ursprüngliche Dekor des Hanok wurde so weit wie möglich erhalten, einschließlich der Dachziegel, der Balken und des Fußbodens, während gleichzeitig ein modernes Starbucks-Erlebnis geschaffen wurde. Starbucks ehrt das Erbe Daegus als Geburtsort der Räume für klassische Musik in Korea und als Stadt der Kultur und Kunst und hat bei der Gestaltung des Stores mit der globalen Premium-Audiomarke Bang & Olufsen zusammengearbeitet. Das Restaurant bietet nun ein Raum, in dem man Musik hören und genießen kann.