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Mediaplayer & Co.

Schön ist sie, die Peripherie

Displays spielen die wichtigste Rolle in Digital Signage-Netzwerken. Aber man muss auch einen Blick auf den Mediaplayer und die Peripherie werfen.
Nicht oft im Vordergunrd: Mediaplayer (hier ein Brightsign-Modell) und weitere Peripherie-Lösungen für Digital Signage (Foto: invidis)
Nicht oft im Vordergunrd: Mediaplayer (hier ein Brightsign-Modell) und weitere Peripherie-Lösungen für Digital Signage (Foto: invidis)

Wenn wir über Digital Signage sprechen, konzentrieren wir uns in der Regel auf das Display und vernachlässigen dabei den internen oder externen Player. Die Verbesserungen der letzten Jahre haben die Player leistungsfähiger gemacht und ihr Energieverbrauchsverhalten in den Mittelpunkt gerückt.

Vor 2015 war ein Digital Signage-Player in der Regel ein Intel x86-basierter Desktop-PC in einem kompakten Gehäuse. Mit dem Aufkommen der (Intel-)NUC-Technologie sanken die Größe der Player und auch der Energieverbrauch rapide, obwohl die Leistung nahezu gleichblieb. Außerdem werden andere eingebettete Technologien wie Brightsign- oder ARM-basierte Plattformen wie Raspberry-Player immer leistungsfähiger und können herkömmliche PC-basierte Player ersetzen. Schließlich haben moderne SoC-Built-in-Player die Leistung drastisch erhöht.

Extern vs. Intern

Das Thema externe Mediaplayer vs. Eingebaute SoC- und Slot-in-Player wird heiß diskutiert. Ein externer Player verbraucht zusätzlichen Strom. Andererseits kann der eingebaute SoC-Player nicht abgeschaltet werden. Anspruchsvollere Touchpoint-Konzepte erfordern jedoch eine ausreichende Rechenleistung, die nur mit externen oder Slot-in-Media-Playern zur Verfügung steht.

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Aus der Green Signage-Perspektive haben Slot-in-Mediaplayer einen Vorteil gegenüber externen Playern, da sie eine gemeinsame Stromversorgungsinfrastruktur mit dem Display teilen. Im Allgemeinen verbrauchen Android-Mediaplayer weniger Energie als ihre PC-Pendants. Android benötigt weniger Rechenleistung, sodass man einen Player mit geringerem Energieverbrauch verwenden kann.

Im Vergleich zum Stromverbrauch eines Displays benötigen die Abspielgeräte nur eine geringe Menge an Energie. Letztendlich ist es effizienter, vorhandene Displays durch energiesparende Modelle zu ersetzen.

Eine Frage der Energie

Doch für Digital Signage werden nicht nur Displays und Player verwendet, sondern auch Komponenten, um diese zu verbinden: Netzwerk-Switches, Router, WLAN-Zugangspunkte, HDMI-Splitter, Range Extender, Kabel und Stecker. Diese Komponenten haben gemeinsam, dass sie in der Regel den gleichen Stromverbrauch haben, unabhängig von der Last, die sie durchläuft.

Ein Netzwerkzugangspunkt verbraucht in der Regel die gleiche Menge an Energie, unabhängig davon, wie viele Clients mit ihm verbunden sind. Die einzige Möglichkeit, den CO2-Fußabdruck zu verringern, besteht daher darin, unnötige Komponenten zu vermeiden.

Mehr Splitter, mehr Strom

Bei Digital Signage-Installationen werden die Lizenzen oft nach der Anzahl der Abspielgeräte berechnet, auch wenn diese denselben Kanal am selben Ort abspielen. Dies führt häufig zu Installationen, bei denen ein Player das Bild über eine HDMI-Splitterverteilung auf viele identische Displays verteilt. Dies bedeutet, dass die zusätzlichen HDMI-Splitter mehr Strom verbrauchen.

Die beste Lösung wäre es, die vorhandenen SoC-Player in den Displays zu verwenden und so zusätzliche Komponenten zu vermeiden. Doch oft schaut der Kunde nur auf die monatlichen Lizenzgebühren und nicht auf die Energiekosten. Außerdem machen es einige CMS-Hersteller ihren Kunden mit ihrer Lizenzpolitik nicht leicht, auf ein anderes Modell umzusteigen, je nach Kanal und Standort.

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