Wer die neue Unternehmenszentrale von Zetadisplay im Herzen von Malmö betritt, erkennt das Unternehmen kaum wieder. Untergebracht in einer ehemaligen Hutfabrik der Gründerzeit, fühlt sich Zetadisplay mehr wie ein cooles Start-up an als ein in den vergangenen Jahren etwas verstaubter Digital Signage-Integrator. Seit CEO Anders Olin den Integrator 2023 als President und CEO übernommen hat, blieb kaum ein Stein auf dem anderen.
invidis Jahreskommentar 2024/2025: Anders Olin | Zetadisplay
Der „Reboot“ des europäischen Digital Signage Anbieters mit schwedischen Wurzeln war dringend notwendig. Der Einstieg des Finanzinvestors Hanover, unzählige Zukäufe, unter anderem auch Nordland und Peakmedia in der DACH-Region, sowie viele Personalwechsel ließen die Gruppe schnell wachsen. Aber notwendige Integration von Produkt, Services und Kultur kamen dabei zu kurz.
Unter der Führung von Anders Olin wurden viele Hausaufgaben erledigt und das Unternehmen zukunftsfähig aufgestellt. Der Umsatzzuwachs von 19 Prozent auf 54,5 Mio. Euro (2023: 45,7 Mio. Euro) liegt weit über Marktentwicklung – wobei die Übernahme von Beyond Digital in Großbritannien einen großen Anteil am Wachstum hat. Genaue Zahlen veröffentlicht Zeta im April.
Verluste erheblich reduziert
Das 2024 noch nicht alles optimal lief, zeigen die heute veröffentlichen Unternehmenszahlen. So verzeichnete Zetadisplay für das Gesamtjahr immer noch einen operativen Verlust von 3,7 Mio. Euro. Im Vorjahr lag dieser noch bei 9,5 Mio. Euro.
Zetadisplay konnte viele neue Kunden gewinnen – in Deutschland gewann man den Rahmenvertrag für Hyundai-Autohäuser – in Schweden den Digital Signage-Rollout in 1.000 Praktikertjänst-Praxen und in Oslo den exklusiven ÖPNV-Rahmenvertrag. Darüber hinaus konnte laut eigener Ausage der mehrjährige globale Rahmenvertrag mit „Zetadisplays größtem Retailkunden“ erfolgreich verlängert werden. Hier handelt es sich wohl um Ikea.
Im Rahmen der Integration von Beyond Digital Solutions in Großbritannien werden tausende von Digital Signage-Touchpoints von Beyond-Kunden auf die Zetadisplay-Plattform übertragen.
invidis Kommentar
Ohne Integration ist Umsatzgröße ist nicht viel wert. Zetadisplay hat den teilweise schmerzhaften Prozess in den vergangenen Quartalen durchgezogen. Dazu zählte insbesondere auch die Restrukturierung der deutschen Tochtergesellschaft mit Wechsel im Management und Einstellung von Geschäftstätigkeiten außerhalb von Digital Signage.
Der Erfolg der Maßnahmen zahlt sich im Jahresverlauf 2024 schon ab. Neue Kunden konnten gewonnen werden, insbesondere auch im in den vergangenen Jahren vernachlässigten schwedischen Heimatmarkt, Prozesse und Plattformen vereinheitlicht und das Team auf den neuen Zeta-Geist eingeschworen werden.
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