Anzeige
Kommentar

Das Ende der Fragmentierung

Kann eine einzige Plattform die Wiedergabe beliebiger Inhalte auf jedem Display ermöglichen? Supra von SignageOS verspricht es. Wenn es gelingt, könnte die Plattform die Logik der Digital Signage-Wertschöpfung auf den Kopf stellen.
SignageOS' Supra hat das Potenzial, die Wertschöpfungskette der Branche neu zu strukturieren. (Bild: signageOS)
SignageOS‘ Supra hat das Potenzial, die Wertschöpfungskette der Branche neu zu strukturieren. (Bild: signageOS)

Fragmentierung gehört einfach dazu: Damit hat sich die Digital Signage-Branche seit zwei Jahrzehnten abgefunden. Unterschiedliche SoCs, unterschiedliche Betriebssystemversionen, unterschiedliche CMS-Plattformen – allesamt von Integratoren mit Geduld, Workarounds und Verständnis für die Grenzen der Hardware zusammengefügt. Egal wie innovativ neue Content-Konzepte waren, eine Tatsache blieb: Was man abspielen kann, hängt davon ab, was das Gerät verarbeiten kann.

Mit seiner neuen Plattform Supra versucht SignageOS, diese Regel zu durchbrechen.

Wenn die Technologie hält, was sie verspricht, könnte bidirektionales Streaming die Architektur von Digital Signage verändern. Inhalte müssten nicht mehr an die Eigenheiten jedes Geräts oder jeder Browser-Engine angepasst werden. Stattdessen könnten sie einmal erstellt und überall angezeigt werden – zuverlässig, konsistent und unabhängig von SoC-Plattformen, Betriebssystemen oder CMS.

Dies ist nicht nur eine technische Verbesserung. Es ist eine potenzielle Umstrukturierung der Wertschöpfungskette.

Komplexität als Hürde fällt weg

Der größte Engpass bei der Einführung von Digital Signage waren nie Displays oder Mediaplayer. Es waren die Inhalte – oder genauer gesagt, der Mangel an Menschen, die in der Lage sind, diese zu erstellen. Echte interaktive Erlebnisse erfordern nicht nur kreatives Talent, sondern auch enorme technische Kenntnisse über Software-Strukturen und Browserverhalten.

Diese Komplexität schließt die meisten Agenturen aus. Ein normaler Webentwickler kann responsive digitale Erlebnisse für E-Commerce, mobile Apps oder Unternehmenswebsites erstellen – aber nicht für Signage.

Supra beseitigt diese Hürde. Wenn jede Web-App auf jedem Bildschirm laufen kann, wird plötzlich jede Digitalagentur zu einer potenziellen Signage-Agentur. Interaktive Inhalte entwickeln sich von einer Nischenkompetenz zum Mainstream-Angebot. Die Branche spricht schon seit langem davon, die Einstiegshürden für Content zu senken. Die neue Plattform könnte dies endlich ermöglichen.

Display-Lebenszeit deutlich steigern

Die zweite – und vielleicht noch folgenreichere – Auswirkung liegt in der Langlebigkeit der Hardware. Die Ambitionen der Branche im Bereich Green Signage stehen oft im Widerspruch zur Realität: Während ein Display problemlos 10 oder 15 Jahre lang betrieben werden kann, ist der Player oder das SoC in der Regel schon lange vorher veraltet. Wenn die Browser-Engine keine Updates mehr erhält oder neue Inhaltsstandards nicht mehr verarbeiten kann, haben die Betreiber kaum eine andere Wahl, als das Display auszutauschen.

SignageOS behauptet, dass Supra die Lebensdauer von Hardware auf bis zu 15 Jahre verlängern kann, wobei nur eine einzige Aktualisierung erforderlich ist. Wenn dies zutrifft, wäre dies ein großer Fortschritt für ESG-bewusste Betreiber und für kostensensible Netzwerke. Eine längere Lebensdauer bedeutet geringere Investitionskosten, weniger Fahrten und eine deutlich geringere Umweltbelastung.

Auf der ISE 2026 wird die Branche einen ersten detaillierten Einblick in Supra erhalten. Die Technologie muss sich noch in der Praxis, in großem Maßstab und unter chaotischen realen Bedingungen bewähren. Aber das Konzept geht zwei der hartnäckigsten Probleme des Marktes an – die Erstellung von Content und die Fragmentierung der Hardware. Und das mit einer technologischen Eleganz, auf die die Branche gewartet hat.

Streaming mit Supra: SignageOS bricht alle Digital Signage-Regeln

Anzeige